Es ist noch kein (Fremdsprachen-)Lehrer vom Himmel gefallen.

Autor: Laerari Seite 3 von 17

Keine Note = keine Motivation?

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Zuvor ein kurzes Wort zur Erklärung: Dieser Artikel stammt aus den Tagen kurz vor Beginn der vergangenen Sommerferien. Wie Sie dem Artikel entnehmen können, war ich zu der Zeit schon am Ende meiner Kräfte und mehr als ferienreif. Aus diesem Grund habe ich zu dieser Zeit auch nichts mehr hier auf Lærari.com veröffentlicht. Und obwohl ich diesen Artikel zu jener Zeit begonnen hatte, schaffte ich es nicht, ihn dann auch zu vollenden. Ich möchte Ihnen diesen Text aber dennoch nicht vorenthalten, da er eine aktuell recht häufige Tendenz behandelt – der bloßen Fokussierung auf Noten seitens eines nicht unerheblich großen Teils der Schülerschaft. Ich wünsche viel Freude beim Lesen.

Der Stress ist vorüber und die Ideen kehren zurück

Es ist jetzt schon wieder eine Weile her, dass ich mich hier auf Lærari.com zu Wort gemeldet habe. Und wie auch bei den letzten beiden Malen, bei denen ich eine längere Pause einlegen musste, war diese nicht geplant. Aber es ging einfach nicht anders. Der Schulstress hatte auch dieses Mal wieder überhand genommen. Meine Energiereserven waren dadurch einfach zu leer, um mich nach der Schule oder am Ende der Woche noch hinsetzen zu können, um noch etwas zu schreiben. Mein Kopf war oft auch zu beschäftigt, um noch Ideen für neue Artikel zu finden.

Nun habe ich aber bereits meine letzten Unterrichtsstunden absolviert. Die Aufsichten von Abiturklausuren und des Diplôme national du Brevet, welches ungefähr dem deutschen Realschulabschluss entspricht, die Korrektur der Ergebnisse von ebendiesen Prüfungen sowie mündliche Prüfungen sind ebenfalls geschafft und die Notenkonferenzen erledigt. Nun stehen für mich nur noch letzte Treffen mit Arbeitsgruppen an. Der allgemeine Stress legt sich also so langsam. Und gleichzeitig merke ich, wie die Ideenschmiede in meinem Kopf so langsam wieder zu sprudeln beginnt.

Intrinsische Motivation: Fehlanzeige?

Ebendiese Feststellung hat mich zum Thema dieses Artikels gebracht: der intrinsischen Motivation. Denn nun schreibe ich ja bereits seit mehreren Jahren hier und obwohl ich bisher leider nur wenige Leser*innen für meine Inhalte habe begeistern können, bin ich nach wie vor motiviert, Texte zu schreiben und zu veröffentlichen. Letzten Endes geht es nicht darum, eine möglichst große Leserschaft anzuziehen – auch wenn es mich natürlich freuen würde, viele Menschen erreichen und idealerweise auch unterstützen zu können -, sondern darum, dass ich meine Gedanken und Ideen vermitteln kann – egal wieviele Menschen diese dann letzten Endes zu Gesicht bekommen.

Blogparade 2024 #3 – Die Attraktivität des Lehrberufs

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Dieses Mal möchte ich auch mal wieder an der EduBlogparade teilnehmen. Das Thema: „Morgens nicht recht, mittags nicht frei haben – trotzdem zufrieden. Was macht den Beruf des/der Lehrer*in so attraktiv?“

Bevor ich das diesmalige Thema zu Gesicht bekam, konnte ich bereits Herrn Mess‘s Reaktion darauf lesen (hier geht es zum Artikel: https://herrmess.de/2024/03/14/edublogparade-folge-3/). Diese fiel, zu seinem großen Unmut, eher ernüchternd aus. Denn bei den vielen Baustellen, die das Bildungswesen derzeit aufzuweisen hat – von maroden Gebäuden über erhebliche Krankheitsfälle zu vielfach drohendem Burnout -, fällt es schwer, den Lehrberuf noch als attraktiv zu bezeichnen.

Der Weltfrauentag in der Elfenbeinküste

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„Frauen leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden, haben ein Zehntel des Einkommens und ein Hundertstel des Eigentums auf der Welt.“ (Monika Griefahn, deutsche Politikerin und Mitbegründerin der Umweltschutzorganisation Greenpeace Deutschland)

Wer sich wundert, weshalb es eines besonderen Tages zu Ehren der Frau bedarf, findet die Antwort in dem obenstehenden Zitat. Weltweit stehen Frauen noch immer viele Hürden im Weg. Das gilt insbesondere für die Berufswelt. Aus diesem Grund wurde gestern, dem 08. März, erneut der Weltfrauentag begangen. An diesem wird stets auf die Rechte der Frauen und geschlechtsspezifische soziale Ungleichheiten aufmerksam gemacht. Das diesjährige Motto: „Inspire Inclusion“.

Um ehrlich zu sein, habe ich, bevor ich das erste Mal eine Reise in die Elfenbeinküste unternommen habe, kaum daran gedacht, dass es den internationalen Frauentag überhaupt gibt, oder es schlichtweg vergessen. Verbringt man jedoch einige Zeit in diesem Land und das noch dazu im März, dann kann man erleben, welche Bedeutung diesem Tag hier beigemessen wird.

Afrikameister und was das mit Schule zu tun hat

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„La Côte d‘Ivoire est le nouveau champion d‘Afrique!“ (zu Deutsch: „Die Elfenbeinküste ist der neue Afrikameister!“) Diese Nachricht hat im ganzen Land Freudengeschrei ausgelöst. Wenn Sie an meinen Artikel „Fußballfieber“ zurückdenken, so wissen Sie, dass der Africa-Cup dieses Mal in der Elfenbeinküste ausgetragen wurde, das Land, in dem ich derzeit lebe und unterrichte. 

Dass die Elefanten, so der Name der ivorischen Nationalmannschaft, nach einigen Höhen und Tiefen noch dazu den Sieg davontrugen – da können Sie sich sicher vorstellen, dass die Freude nochmal so groß war. Aber nicht nur das Land war in dieser Zeit im Ausnahmezustand, auch die Schule.

Abbildung 1: Der Pokal

Deutschland, Land der Dichter und Denkerfaulen?

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„Deutschland ist ein rohstoffarmes Land, seine wichtigste Ressource ist die Bevölkerung. Je besser die Menschen ausgebildet sind, desto vielversprechender sind die Wachstums- und Wohlstandsperspektiven – für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft insgesamt“ (iwd.de, o.D.).

So ist es auf der Homepage des Informationsdienstes des Instituts der deutschen Wirtschaft zu lesen. Wenn aber Bildung Deutschlands „wichtigste Ressource“ ist, dann sollte man doch meinen, dass dementsprechend viel in deren Ausbau und den flächendeckenden Zugang zu Bildungsangeboten investiert wird. Die Realität sieht anders aus. Und das will sich mir einfach nicht erschließen.

Abb. 1: Der Denker Abb. 2: Die Auflösung des Denkers

„Meine Damen und Herren…“ – Der Teleprompter im Unterricht

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Etwas Neues im Unterricht ausprobieren. So sehr mir dies Freude bereitet, umso seltener finde ich wirklich eine Stunde, die sich dafür eignet. Das liegt insbesondere daran, dass ich in den meisten meiner Klassen lediglich drei Stunden Englisch die Woche unterrichte, in meinen Premières (11. Klassen) stehen mir alle zwei Wochen sogar nur zwei Wochenstunden zur Verfügung. Noch dazu habe ich über das Jahr verteilt ganze sechs Themengebiete pro Jahrgang abzudecken. Da bleibt nicht viel Zeit für Neues. Aber natürlich versuche ich es hin und wieder. Vor Kurzem ist mir dies mithilfe des Teleprompters gelungen.

Abb. 1: Der Teleprompter im Einsatz

Die eigene Identität – Eine Seltenheit im Unterricht

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Wer sitzt da eigentlich vor mir im Klassenzimmer? Über die Zeit hinweg, die wir unsere Schüler*innen unterrichten, finden wir bei einigen tatsächlich eine Antwort darauf. Bei einem Teil gelingt uns dies aber nicht so oft. Lediglich durch Gespräche abseits des Unterrichtsgeschehens oder wenn sich dies mal durch ein Unterrichtsthema anbietet. Zumindest geht es mir so. Umso mehr war mein Interesse geweckt, als ich die Frage nach der eigenen Identität in meinen Unterricht einbauen konnte. Damit habe ich im letzten Jahr begonnen. Und diese Woche habe ich dadurch eine besonders schöne Stunde erlebt.

Abbildung 1: Die eigene Identität

Gute Idee, schlechte Ausführung

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„Der Wert einer Idee liegt in ihrer Umsetzung.“ Thomas Edison (1847-1931), Elektrotechniker und Erfinder

Thomas Edison hat es auf den Punkt gebracht: Eine Idee allein bringt nichts. Sie muss sich auch sinnvoll in die Tat umsetzen lassen. Genau das hat sich vor Kurzem einmal mehr in unserer Schule bewahrheitet. Dort gab es nämlich zu Beginn des Schuljahres 2023/24 eine Neuerung, die in der Theorie recht gut klang, sich aber dann in der Realität als herbe Enttäuschung erwiesen hat.

Ein kleiner Sieg: Ich habe Nein gesagt!

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Abb. 1: Einfach Nein!

Nein. Nicht. Nö. Fällt es Ihnen manchmal auch so schwer, das zu sagen? Im Arbeitsbereich kostet mich das Aussprechen dieser Worte oftmals riesige Überwindung. Zu sehr habe ich Angst vor möglichen negativen Konsequenzen. Dementsprechend ausweichend reagiere ich in solchen Fällen auf Bitten etc. Bloß, um die Menschen nicht vor den Kopf zu stoßen. Deshalb feiere ich umso mehr, dass ich es vor Kurzem dennoch gewagt habe, Nein zu sagen.

Blogparade 2024 #1 – Mein (schulisches) Motto für 2024

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Durch „Herr(n) Mess“ (https://herrmess.de/2024/01/07/edublogparade-2024-1-runde/) bin ich auf das Konzept der Blogparade aufmerksam geworden. Hierbei verfassen alle Interessierten zu einem Thema einen Artikel und veröffentlichen diesen bis zu einem festgelegten Datum auf ihrem Blog. Ziel ist insbesondere die vertiefende Vernetzung von Bloggern*innen. Dieses Mal möchte ich (zum ersten Mal) ebenfalls daran teilnehmen.

Thema: Mein (schulisches) Motto für 2024

Abb.: Der gute Stern, unter dem alles steht.

Wie aus dem Titel dieses Artikels deutlich wird, ist das erste Thema das des (schulischen) Mottos für dieses neue Jahr. Ein solches auszuwählen, fiel mir zunächst gar nicht so leicht. Über mehrere Tage hinweg überlegte ich hin und her. Schließlich ist ein solches Motto nicht das Gleiche wie Neujahrsvorsätze, die nach ein paar Wochen sowieso über den Haufen geworfen werden. Ein Motto ist da doch eher etwas wie ein guter Stern, unter dem alles steht. Wie ein Filmtitel, der diesen Lebensabschnitt beschreibt. Dieser sollte schon mehr oder weniger weise gewählt werden. Schlussendlich ist meine Wahl auf „Mehr Abschalten und mehr Präsenz“ gefallen.

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