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„Deutschland ist ein rohstoffarmes Land, seine wichtigste Ressource ist die Bevölkerung. Je besser die Menschen ausgebildet sind, desto vielversprechender sind die Wachstums- und Wohlstandsperspektiven – für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft insgesamt“ (iwd.de, o.D.).

So ist es auf der Homepage des Informationsdienstes des Instituts der deutschen Wirtschaft zu lesen. Wenn aber Bildung Deutschlands „wichtigste Ressource“ ist, dann sollte man doch meinen, dass dementsprechend viel in deren Ausbau und den flächendeckenden Zugang zu Bildungsangeboten investiert wird. Die Realität sieht anders aus. Und das will sich mir einfach nicht erschließen.

Abb. 1: Der Denker Abb. 2: Die Auflösung des Denkers

Gute Ideen – und nichts geschieht

Wie kann ein wirtschaftlich so gut aufgestelltes Land auf dem Gebiet der Bildung so trödeln? Dabei ist es ja nicht so, dass es keine Ideen gibt. Schaut man sich in den Medien um, so gibt es eine Vielzahl an Vorschlägen, wie das Bildungssystem Deutschlands verändert und dadurch gleichzeitig dem Wandel der Gesellschaft angepasst werden könnte. Mehr Digitalisierung, kleinere Klassen, Integrationsangebote, mehr Unterstützung für Schüler*innen mit Lernschwächen und, und, und.

Doch, wie so oft: Gibt es einen Vorschlag, folgt aus Richtung der Politik eher das Zirpen von Grillen. Gerade für uns Lehrkräfte ist das immer wieder so gar nicht verständlich. Es ist, als wäre aus dem Land der Denker*innen das Land der Denkfaulen geworden. Zumindest scheint man Veränderungen zu scheuen. Bloß nichts überstürzen. So rein nach dem Motto: „Das haben wir schon immer so gemacht.“ Ein Wandel ist dabei nicht vorgesehen. Dabei ist dieser so dringend notwendig.

Gleichzeitig hört man dann von allen möglichen Menschen (natürlich in der Regel von denjenigen, die ein Klassenzimmer das letzte Mal zur Zeit ihres Schulabschlusses von innen gesehen haben) Mutmaßungen, woran die Probleme des deutschen Bildungssystems denn liegen könnten. Das lässt sich mehr als wildes Herumgerate bezeichnen. Dabei liegt doch die Antwort gar nicht so fern. Würde man mal diejenigen ansprechen, die direkt betroffen sind – die Lehrkräfte nämlich -, ihnen auch noch zuhören und das Ganze idealerweise sogar in die Tat umsetzen, wäre garantiert schon ein erheblicher Schritt getan. Aber nein, alles bleibt beim Alten.

Jetzt mal Butter bei die Fische!

So wenig Lehrkräften zugehört wird, umso mehr interessieren mich aber Ihre Ideen. Ich bin zwar selbst Lehrerin, aber ich möchte Ihnen, sehr geehrte Leser*innen und Kollegen*innen, hier aber mal eine echte Plattform bieten, sich mitzuteilen und auszutauschen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass das wohl eher weniger bewirken wird. Nichtsdestotrotz interessiere ich mich sehr für Ihre Ideen, Wünsche und was Ihnen zu diesem Thema sonst noch so einfällt. Hauen Sie mal raus! Und sei es noch so utopisch.

Quellenverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis:

Bevor Sie gehen...

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