Es ist noch kein (Fremdsprachen-)Lehrer vom Himmel gefallen.

Autor: Laerari Seite 1 von 17

Unterwegs in Ghana – Auf Klassenfahrt (Teil I)

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Der Kontext: The Year of Return

The Year of Return, Ghana 2019. Dies war eine bedeutende Marketingkampagne organisiert von der ghanaischen Regierung im Jahr 2019, um die 400 Jahre seit der Ankunft der ersten versklavten Afrikaner in Jamestown, Virginia, USA zu begehen. Diese richtete sich insbesondere an die afroamerikanische Gemeinschaft und die afrikanische Diaspora. Viele kamen daraufhin nach Ghana, um ihre Wurzeln und damit ihre Identität besser zu verstehen, selbst dann, wenn ihre Vorfahren nicht aus Ghana stammten oder ihnen deren Herkunft nicht bekannt ist (siehe: Andrew 2025). 

Abb. 1: Die Flagge Ghanas

Dabei ist zu beachten, dass sich ungefähr zwei Drittel der an der westafrikanischen Küste errichteten Sklavenfestungen in Ghana befanden, wovon noch ungefähr 40 existieren. Die Kampagne wirkt bis heute nach: Nach wie vor zieht sie viele Menschen nach Ghana, so auch uns, eine Gruppe von drei Lehrerinnen und 27 Schülern*innen der Oberstufe.

Abb. 2: Ghana auf dem Globus

Was macht eine/n gute/n Sprecher/in aus?

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Wie wird man ein/e gute/n Sprecher/in? Dieser Frage gingen einige unserer Schüler*innen in der vergangenen Woche nach. Bei diesen handelte es sich um die Teilnehmer*innen am diesjährigen Rhetorikwettbewerb, den ein Kollege seit ein paar Jahren an unserer Schule organisiert. Dieses Mal gab es jedoch eine Neuheit: Die Schüler*innen, die es bis in die Endrunde geschafft haben (aus den Klassenstufen 8 bis 12), durften diesmal an der amerikanischen Botschaft hier in Abidjan an einer Art Workshop teilnehmen. Im Rahmen dessen wurde ihnen durch verschiedene Aktivitäten verdeutlicht, was eine gute Rhetorik – als die Kunst der Rede – ausmacht.

Abbildung 1: Das Rednerpult

Die Motivation und das Sprachenlernen

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Die Motivation ist wie ein zweischneidiges Schwert: Sie kann uns erheblich dabei helfen, Entscheidungen und Wünsche in die Tat umzusetzen, doch wenn sie fehlt, kann uns dies umgekehrt stark in unserem Bestreben behindern. Aufgrund dieser Flüchtigkeit und Unzuverlässigkeit scheint die Motivation in letzter Zeit erheblich in Verruf geraten zu sein. Stattdessen wurde zuletzt deutlich mehr auf Disziplin sowie Systeme und Strategien gesetzt.

Motivation wird auch als eine Ressource bezeichnet, die schnell erschöpft ist. Wer auf sie wartet, bevor er etwas beginnt, der hat eigentlich schon so gut wie verloren, hört man vielerorts, insbesondere in den sozialen Medien. Deshalb war ich umso überraschter, als der Verlag Klett vergangene Woche ein Webinar zum Thema Motivation beim Sprachenlernen anbot.

Schäfchen zählen 2.0 – Kampf den Schlafproblemen

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Angefangen hat es mit dem ewigen Gedankenkarussell um die Schule. Vielen Lehrkräften scheint es so zu gehen, dass sie nachts im Bett liegen und sich ihr Kopf einfach nicht vom Gedanken an die Arbeit losreißen kann – oder will. Ich bin da keine Ausnahme. Bei mir ist es allerdings so, dass ich keine Probleme mit dem Einschlafen zu Beginn der Nacht habe. Mein Problem ist, dass ich, wenn ich nachts aufwache, oft damit kämpfe, wieder zurück in den Schlaf zu finden, so sehr treibt mich das Gedankenkarussell um. Aber vor einiger Zeit, habe ich mir in den Kopf gesetzt, dem endlich ein Ende zu setzen. Denn die Energie, die dabei flöten geht, benötigt man doch viel mehr während des Schultages.

Stattdessen ist man aber nach dem nächtlichen stundenlangen Grübeln am nächsten Tag oft so gerädert, dass man gar nicht auf die verschiedenen pädagogischen Aufgaben reagieren kann, wie man es sich wünscht. Ich möchte zwar nicht behaupten, dass ich die perfekte Lösung gefunden habe. Durch die Lektüre eines Artikels bin ich jedoch auf eine Methode gestoßen, die mir tatsächlich geholfen hat, das Gedankenkarussell in vielen Nächten anzuhalten und dadurch endlich (zurück) in den Schlaf zu finden.

Bild 1: Das Gedankenkarussell

Da bin ich wieder!

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„Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten wie ein Maler von seinem Bilde“, sagte der deutscher Dichter, Schriftsteller und Übersetzer Christian Morgenstern (1871 – 1914) einst. Dieses Zitat drückt aus, dass es mitunter Abstand benötigt, um die Dinge klarer zu sehen – auch dann, wenn es sich um die eigene Person und die eigene Entwicklung handelt.  Ich stimme dieser Aussage zu, denke aber auch, dass dieses Zurücktreten vor allem dann von Erfolg gekrönt sein wird, wenn es bewusst geschieht.

In meinem Fall liegt hier die Krux des Ganzen. Denn mal wieder habe ich eine lange Pause auf Lærari eingelegt. Und mal wieder war diese so nicht geplant. Wie schon bei den Pausen zuvor nahm auch diesmal wieder der Schulalltag zu viel Zeit und Energie in Anspruch. Die Idee war also erneut: etwas Ruhe, um dann mit voller Kraft wieder an den Schreibtisch zurückzukehren. Denkste. Stattdessen wurden aus den angedachten paar Wochen mehrere Monate, aus welchen wiederum fast ein ganzes Jahr wurde. 

Und je länger sich diese Zeit hinzog, umso sehr kam das Wegbleiben von Lærari auch mit einem gewissen Schamgefühl daher. Ja, klar, meine Schreibtätigkeit hier auf Lærari ist mein Hobby. Ich bin niemandem eine Begründung schuldig, wenn ich nichts veröffentliche. Außer mir sebst. Denn von jetzt auf gleich für so lange Zeit gar nichts mehr zu veröffentlichen, obwohl ich doch vorher so stolz darauf gewesen war, trotz des Schulstresses hier stetig am Ball geblieben zu sein – das nagte schon an mir. Und das Schamgefühl wurde noch dazu immer lauter.

Immer wieder wanderten meine Gedanken zu Lærari. Doch je länger diese Ruhephase anhielt, desto weniger wollte sich auch die nötige Inspiration einstellen. Jegliche Idee wirkte nicht interessant genug, um damit mein „Comeback“ zu feiern. Irgendwann verwandelte sich das Ganze in ein Warten auf die sprichwörtliche Muse. Dabei weiß ich doch gleichzeitig, dass es in der Regel andersherum läuft: Erst beginnt man zu schreiben und mit etwas Glück und vor allem der nötigen Routine, taucht die Muse dann irgendwann von alleine auf. Dennoch wollte es mir einfach nicht gelingen, mich wieder an den Schreibtisch zu setzen… 

Zwar habe ich die Schaffenspause nicht ungenutzt gelassen. Unter anderem habe ich mich anderen kreativen Projekten zugewandt und noch dazu viele Dinge erlebt. Doch die Schaffenspause auf meiner Homepage fühlte sich dennoch nicht richtig an. Aus diesem Grund bin ich umso glücklicher, diesen Artikel hier zu veröffentlichen. Bedeutet es doch, dass ich auf dem besten Weg bin, diese lange kreative Flaute endlich vollständig zu überwinden. Ich mache mir nichts vor: Da es bereits zuvor geschehen ist, kann ich selbstverständlich nicht dafür garantieren, nicht wieder in ein solches kreatives Loch fallen zu können. Doch jetzt feiere ich erst einmal meinen Sieg. 🥳🥳🥳

Fledermäuse – Die Angestellten des Plateaus 

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Die Fledermäuse des Plateaus

Jeden Abend, wenn die Dämmerung einsetzt, bedeckt sich der Himmel über dem Stadtteil Abidjans Le Plateau mit Schwärmen von Fledermäusen. Dabei sprechen wir nicht von einigen hunderten Fledermäusen. Nein, zu Zehntausenden fliegen sie über das Geschäftsviertel hinweg. Sie fliegen zurück zum circa 10 km-entfernten Banco-Wald, von dem ich bereits in meinem Artikel „Abidjan – Die Perle der Lagune“ berichtete. Dort fressen sie sich dann die ganze Nacht über mit Insekten, Früchten und Blumen voll (cf. ADF 09.05.2022). 

Von diesem aus fliegen sie dann morgens wieder zum Geschäftsviertel. Da die Fledermäuse zu Arbeitsbeginn in dem Viertel auftauchen und zur Zeit des Feierabends wieder davonfliegen, erscheint es, als würden auch sie zu den Angestellten gehören, die hier arbeiten.

In Le Plateau hängen sie den ganzen Tag über an Bäumen und machen ordentlich Lärm. Das hört sich für meine Ohren witzig an, aber die Beschäftigten dort sind nicht unbedingt der gleichen Meinung. Und das bringt uns zu der schwierigen Situation, in der sich die Fledermäuse seit einiger Zeit befinden.

Abbildung 1: Die Fledermäuse auf dem Weg zum Banco-Wald

Gefahr für die Fledermäuse

Inzwischen sind die Fledermäuse nämlich in Gefahr. Im Jahr 2020 betrug deren Anzahl noch bis zu einer Million (cf. ADF 09.05.2022). Seitdem ist deren Zahl aber drastisch gesunken. Bis zur Hälfte der Population scheint in andere Gebiete abgewandert zu sein (cf. ibid.). Gründe hierfür sind die Urbanisation, wodurch Bäume gefällt werden, und die Wilderei, denn ja, in der Elfenbeinküste werden Fledermäuse gejagt und verzehrt, auch wenn deren Jagd zum Teil illegal ist.

Die Wichtigkeit der Fledermäuse

Dabei spielen Fledermäuse eine wichtige Rolle in der Nahrungskette. Denn dadurch, dass sie enorm viele Insekten fressen, verhelfen sie den Landwirten*innen tatsächlich dazu, deutlich weniger für Pestizide auszugeben (cf. ibid.). Noch dazu helfen Fledermäuse bei der Fortpflanzung einer Vielzahl von Pflanzen. Dazu gehört der Iroko-Baum, dessen Holz weltweit zur Herstellung von Luxusmöbeln verkauft wird und der in Westafrika durch die übermäßige Abholzung bedroht ist (cf. ibid.).

Gegner*innen

Wie gesagt, sind nicht alle der gleichen Meinung, was den Geräuschpegel der Fledermäuse angeht. Einige Menschen haben sich darüber beschwert, dass sie zu viel Lärm machen würden und Autos aber auch Passanten mit ihren Ausscheidungen beschmutzen (cf. AfricaNews 08.03.2021). Durch Petitionen wurden die Behörden zum Handeln gezwungen, woraufhin tatsächlich Bäume gefällt wurden (cf. ibid.). Natürlich ein sicheres Mittel, um die Fledermäuse vom Plateau zu verscheuchen.

Angst vor Krankheitserregern

Noch dazu fürchten sich viele Menschen auch vor Krankheiten, die von Fledermäusen auf Menschen übertragen werden, da sie dafür bekannt sind, viele Krankheitserreger in sich zu tragen (cf. AfricaNews 08.03.2021). Dazu gehört das Ebola-Virus, welches wahrscheinlich durch Fledermäuse verbreitet wurde. Allerdings nicht in Le Plateau, wo nur ein einziger Fall verzeichnet wurde (cf. ADF 09.05.2022).

Trotz der Risiken werden die Fledermäuse weiterhin verzehrt. Die Jagd auf die Tiere findet in Le Plateau vor allem am Wochenende statt, wenn das Viertel, in dem sich hauptsächlich Büros und Schulen befinden, leer ist und die Wilderer ungestört operieren können (cf. AfricaNews 08.03.2021).

Insgesamt ist deren Fortbestand natürlich unerlässlich, um das Ökosystem aufrechtzuerhalten.

Abbildung 2: Die Fledermäuse im Plateau-Viertel

Das, was da so schwarz an den Bäumen hängt, sind die Fledermäuse.

Ich möchte Sie hier aber nicht mit diesen besorgniserregenden Informationen zurücklassen. Deshalb habe ich hier noch etwas Interessantes und auch Mysteriöses:

Afrikanische Mythen rund um Fledermäuse

Es gibt wohl kaum einen Teil der Erde, der so viele Geschichten und Mythen bereithält wie der afrikanische Kontinent. Auch um die Fledermäuse ranken sich einige Legenden. Diejenige, die ich Ihnen heute vorstellen möchte, hängt nicht speziell mit den Fledermäusen des Plateaus zusammen, sondern wird in dem gesamten Gebiet der Elfenbeinküste erzählt, aber auch darüber hinaus.

L‘Asanbosam oder Sasanbonsam, der Fledermausmann

In der Folklore der Akan-Völker, insbesondere der Ashanti in Ghana und an der Elfenbeinküste aber auch in Togo wird von einer menschlichen Kreatur berichtet, die fledermausähnliche Züge hat. Diese wird „Asanbosam“ oder aber „Sasanbonsam“ genannt. Einige Quellen besagen, dass es sich nicht um die gleiche Kreatur handelt, andere machen da keinen Unterschied. 

Das Aussehen

Diese Kreaturen sollen rosa Haut, (lange) rote Haare, eiserne Zähne und hakenartige Füße besitzen. Sie haben Flügel, die um die sechs Meter lang sind. Manche sagen auch, dass diese Kreatur einen Bart besitzt (cf. GhanaWeb 24.03.2024). Andere beschreiben auch, dass sie sogar mit Hörnern ausgestattet ist (cf. Holiday 11.01.2010).

Das Aussehen unterscheidet sich von Quelle zu Quelle leicht, natürlich insbesondere dann, wenn die beiden Namen für unterschiedliche Wesen verwendet werden. Alle erzählen aber von eisernen Zähnen und hakenartigen Füßen.

Die Asanbosam oder Sasanbonsam sollen in Bäumen leben. Mit den Füßen können sie sich dementsprechend ausgesprochen gut an Äste hängen – natürlich mit dem Kopf nach unten wie Fledermäuse. 

Das Verhalten

In der Mythologie wird ihnen die Rolle zugeschrieben, vor den gefährlichen Wesen, die in den Wäldern lauern können, zu warnen. Sie sollen Menschen aus der Höhe angreifen, die in ihr Gebiet, die Wälder, eindringen. Das können Vorbeigehende oder Jäger sein. Zum Teil wird auch erzählt, dass sie sich sogar von Menschen ernähren. Es gilt also, sich von diesen Wesen fernzuhalten.

In einer Quelle wird berichtet, dass der Asanbosam oder Sasanbonsam mit dem Bösen in Verbindung gebracht wird und manche gehen sogar soweit, ihn als Luzifer oder den Teufel persönlich zu beschreiben (cf. Ghanaweb.com).

Die Kreatur in der Welt der Künste

Eines der Artefakte des British Museum in Großbritannien ist eine ca. 41 cm hohe Holzfigur mit Namen „Sasabonsam“, die zum ersten Mal 1925 und dann erneut 1935 vom ghanaischen Künstler Osei Bonsu (1900-1977) geschnitzt wurde. Die Figur von 1935 ist diejenige, die im British Museum beherbergt wird. Obwohl nicht alle Quellen etwas zu Hörnern sagen, so soll diese Figur eine gute Darstellung der Kreatur sein (cf. The British Museum (o.D.).

Abbildung 3: Die Holzfigur Sasabonsam

Quellenverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis:

„Was fliegt denn da?“ oder Wie ich zur Amateur-Ornithologin wurde

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Mein Leben in der Elfenbeinküste hat mir nicht nur ermöglicht, mich auf kultureller Ebene weiterzubilden. Auch im Bereich der Flora und Fauna konnte ich mein Wissen erheblich erweitern. Das gilt insbesondere für die Vogelkunde. Bereits durch meine Eltern hegte ich ein gewisses Interesse für die Vogelwelt. Oft richteten sie meine Aufmerksamkeit auf das, was da um uns herumflatterte. Doch so richtig wurde mein Interesse für die Ornithologie erst in der Elfenbeinküste geweckt.

Denn selbstverständlich beherbergt das Land Vogelarten, die es in Deutschland nicht gibt oder in einer anderen Form. Über die Zeit hinweg fielen mir einige Arten besonders auf. So richtig wurde meine Neugier aber geweckt, die Vögel um mich herum auch benennen zu können, als mir jemand einen Kuhreiher, ein Schreitvogel, als Raben verkaufen wollte. Das war so offensichtlich falsch. Und damit begann mein Weg als Amateur-Ornithologin. Mithilfe einer App auf meinem Handy konnte ich einer Großzahl Vögeln endlich einen Namen geben. Im heutigen Artikel möchte ich einige Arten vorstellen, die ich besonders interessant finde.

Von „Fahrradhühnern“ und „schwarzen Katzen“ – Die Gastronomie der Elfenbeinküste

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Die Gastronomie der Elfenbeinküste ist so vielfältig wie das Land. Durch die Vielzahl an Ethnien und Einwanderer*innen hat sich die Küche des Landes in vielerlei Hinsicht stark entwickelt. Heute möchte ich einige typische Speisen vorstellen.

Abidjan – Die Perle der Lagunen

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Die Wirtschaftshauptstadt der Elfenbeinküste wird auch als „la perle des lagunes“ (Die Perle der Lagunen) bezeichnet. Die mit mehr als fünf Millionen Einwohnern*innen größte Stadt der Elfenbeinküste ist bei Weitem nicht perfekt, wie man es von einer Perle erwarten würde – dafür aber umso vielfältiger.

Abbildung 1: Le Plateau, das Zentrum Abidjans, aus der Vogelperspektive

Ruhe! Jetzt wird gelesen – Ein neues Schulprojekt

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Der amerikanische Schriftsteller George R. R. Martin sagte einst: „A mind needs books as a sword needs a whetstone – if it is to keep its edge.“ (zu deutsch: Ein Verstand braucht Bücher wie ein Schwert den Schleifstein, wenn es seine Schärfe behalten soll.) und drückte damit aus, wie stark der Einfluss eines Buches auf unseren Geist sein kann. Denn dieses besitzt die Macht, uns zum Denken und sogar Umdenken zu bewegen. Mitunter kann eine Lektüre uns sogar zum Handeln bringen. 

Doch das Lesen kann auch das Gegenteil bewirken. Wir alle haben sicherlich schon das Missvergnügen gehabt, ein schlechtes Buch zu lesen oder eines, welches uns persönlich einfach so gar nicht zusagt. Letzteres kommt doch oft vor, wenn uns eine Lektüre regelrecht aufgezwungen wird. Und wo sonst sollte das der Fall sein, wenn nicht in der Schule? Denn nicht jedes Buch, welches Teil des Pflichtprogramms ist, macht den Schülern*innen auch Spaß. Natürlich ist die Freude am Lesen in der Regel nicht der Hauptgrund, weshalb ein jeweiliges Buch für den Lehrplan ausgewählt wird. Mehr Schüler*innen dazu motivieren, auch außerhalb des Unterrichts mal ein Buch in die Hand zu nehmen, wird dies aber sicherlich nicht.

Und das ist, wie wir wissen, ein großes Problem. Es zeigt sich nämlich immer deutlicher, wie wenig Schüler*innen überhaupt noch privat lesen und das insbesondere aus Büchern. Das Abschalten von Medien geschieht immer weniger. Und dabei ist das fokussierte, reine Konzentrieren auf ein Buch, egal welchen Genres, doch wichtig. Um dem entgegenzuwirken hat unsere Schule in diesem Jahr ein neues Projekt zu starten: „Silence, on lit !“ (zu deutsch: Ruhe, wir lesen!). Die Idee für das Projekt stammt von einer Schule in Ankara, Türkei an der dieses Projekt bereits 2001 gestartet wurde. Seitdem sind viele Schulen weltweit diesem Beispiel gefolgt – und nun auch unsere Schule.

Abbildung 1: Meine Lektüre und das dazugehörige Lesezeichen

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