Es ist noch kein (Fremdsprachen-)Lehrer vom Himmel gefallen.

Kategorie: Allgemein

Die Motivation und das Sprachenlernen

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Die Motivation ist wie ein zweischneidiges Schwert: Sie kann uns erheblich dabei helfen, Entscheidungen und Wünsche in die Tat umzusetzen, doch wenn sie fehlt, kann uns dies umgekehrt stark in unserem Bestreben behindern. Aufgrund dieser Flüchtigkeit und Unzuverlässigkeit scheint die Motivation in letzter Zeit erheblich in Verruf geraten zu sein. Stattdessen wurde zuletzt deutlich mehr auf Disziplin sowie Systeme und Strategien gesetzt.

Motivation wird auch als eine Ressource bezeichnet, die schnell erschöpft ist. Wer auf sie wartet, bevor er etwas beginnt, der hat eigentlich schon so gut wie verloren, hört man vielerorts, insbesondere in den sozialen Medien. Deshalb war ich umso überraschter, als der Verlag Klett vergangene Woche ein Webinar zum Thema Motivation beim Sprachenlernen anbot.

Da bin ich wieder!

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„Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten wie ein Maler von seinem Bilde“, sagte der deutscher Dichter, Schriftsteller und Übersetzer Christian Morgenstern (1871 – 1914) einst. Dieses Zitat drückt aus, dass es mitunter Abstand benötigt, um die Dinge klarer zu sehen – auch dann, wenn es sich um die eigene Person und die eigene Entwicklung handelt.  Ich stimme dieser Aussage zu, denke aber auch, dass dieses Zurücktreten vor allem dann von Erfolg gekrönt sein wird, wenn es bewusst geschieht.

In meinem Fall liegt hier die Krux des Ganzen. Denn mal wieder habe ich eine lange Pause auf Lærari eingelegt. Und mal wieder war diese so nicht geplant. Wie schon bei den Pausen zuvor nahm auch diesmal wieder der Schulalltag zu viel Zeit und Energie in Anspruch. Die Idee war also erneut: etwas Ruhe, um dann mit voller Kraft wieder an den Schreibtisch zurückzukehren. Denkste. Stattdessen wurden aus den angedachten paar Wochen mehrere Monate, aus welchen wiederum fast ein ganzes Jahr wurde. 

Und je länger sich diese Zeit hinzog, umso sehr kam das Wegbleiben von Lærari auch mit einem gewissen Schamgefühl daher. Ja, klar, meine Schreibtätigkeit hier auf Lærari ist mein Hobby. Ich bin niemandem eine Begründung schuldig, wenn ich nichts veröffentliche. Außer mir sebst. Denn von jetzt auf gleich für so lange Zeit gar nichts mehr zu veröffentlichen, obwohl ich doch vorher so stolz darauf gewesen war, trotz des Schulstresses hier stetig am Ball geblieben zu sein – das nagte schon an mir. Und das Schamgefühl wurde noch dazu immer lauter.

Immer wieder wanderten meine Gedanken zu Lærari. Doch je länger diese Ruhephase anhielt, desto weniger wollte sich auch die nötige Inspiration einstellen. Jegliche Idee wirkte nicht interessant genug, um damit mein „Comeback“ zu feiern. Irgendwann verwandelte sich das Ganze in ein Warten auf die sprichwörtliche Muse. Dabei weiß ich doch gleichzeitig, dass es in der Regel andersherum läuft: Erst beginnt man zu schreiben und mit etwas Glück und vor allem der nötigen Routine, taucht die Muse dann irgendwann von alleine auf. Dennoch wollte es mir einfach nicht gelingen, mich wieder an den Schreibtisch zu setzen… 

Zwar habe ich die Schaffenspause nicht ungenutzt gelassen. Unter anderem habe ich mich anderen kreativen Projekten zugewandt und noch dazu viele Dinge erlebt. Doch die Schaffenspause auf meiner Homepage fühlte sich dennoch nicht richtig an. Aus diesem Grund bin ich umso glücklicher, diesen Artikel hier zu veröffentlichen. Bedeutet es doch, dass ich auf dem besten Weg bin, diese lange kreative Flaute endlich vollständig zu überwinden. Ich mache mir nichts vor: Da es bereits zuvor geschehen ist, kann ich selbstverständlich nicht dafür garantieren, nicht wieder in ein solches kreatives Loch fallen zu können. Doch jetzt feiere ich erst einmal meinen Sieg. 🥳🥳🥳

Deutschland, Land der Dichter und Denkerfaulen?

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„Deutschland ist ein rohstoffarmes Land, seine wichtigste Ressource ist die Bevölkerung. Je besser die Menschen ausgebildet sind, desto vielversprechender sind die Wachstums- und Wohlstandsperspektiven – für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft insgesamt“ (iwd.de, o.D.).

So ist es auf der Homepage des Informationsdienstes des Instituts der deutschen Wirtschaft zu lesen. Wenn aber Bildung Deutschlands „wichtigste Ressource“ ist, dann sollte man doch meinen, dass dementsprechend viel in deren Ausbau und den flächendeckenden Zugang zu Bildungsangeboten investiert wird. Die Realität sieht anders aus. Und das will sich mir einfach nicht erschließen.

Abb. 1: Der Denker Abb. 2: Die Auflösung des Denkers

Blogparade 2024 #1 – Mein (schulisches) Motto für 2024

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Durch „Herr(n) Mess“ (https://herrmess.de/2024/01/07/edublogparade-2024-1-runde/) bin ich auf das Konzept der Blogparade aufmerksam geworden. Hierbei verfassen alle Interessierten zu einem Thema einen Artikel und veröffentlichen diesen bis zu einem festgelegten Datum auf ihrem Blog. Ziel ist insbesondere die vertiefende Vernetzung von Bloggern*innen. Dieses Mal möchte ich (zum ersten Mal) ebenfalls daran teilnehmen.

Thema: Mein (schulisches) Motto für 2024

Abb.: Der gute Stern, unter dem alles steht.

Wie aus dem Titel dieses Artikels deutlich wird, ist das erste Thema das des (schulischen) Mottos für dieses neue Jahr. Ein solches auszuwählen, fiel mir zunächst gar nicht so leicht. Über mehrere Tage hinweg überlegte ich hin und her. Schließlich ist ein solches Motto nicht das Gleiche wie Neujahrsvorsätze, die nach ein paar Wochen sowieso über den Haufen geworfen werden. Ein Motto ist da doch eher etwas wie ein guter Stern, unter dem alles steht. Wie ein Filmtitel, der diesen Lebensabschnitt beschreibt. Dieser sollte schon mehr oder weniger weise gewählt werden. Schlussendlich ist meine Wahl auf „Mehr Abschalten und mehr Präsenz“ gefallen.

Eine Geburtstagswoche mit Höhen und Tiefen

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Gestern durfte ich eine weitere Kerze auf meinem Kuchen auspusten. Die Geburtstagswoche komplett genießen durfte ich aber natürlich wieder einmal nicht. Es scheint so, als müsste unser Terminplan immer schön voll gehalten werden. Und auch ansonsten gab es die Woche über nicht nur schöne Momente.

The Aftermath of PISA – Frankreichs Reaktion

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Diese Woche hat ja das Ergebnis der letzten PISA-Studie, das am 05.12.2023 vorgestellt wurde, für äußerste Furore gesorgt. Nicht nur in Deutschland kochen die Emotionen mal wieder hoch angesichts des schlechten Ergebnisses der deutschen Lernenden in diesem Test. Insbesondere Frankreich ist voller Aufruhr ob des schlechten Abschneidens der eigenen Schüler*innen (Platz 23, noch hinter Deutschland).

Abbildung 1: Ein Ausschnitt der Rangliste mit Schwerpunkt auf die Positionierung Frankreichs

Gibt man diesbezüglich die Suchbegriffe classement, PISA, France, 2023 in die Suchmaschine ein, so werden einem direkt Begriffe wie chute historique (= historischer Absturz), dégringoler (= abstürzen) und s‘effondrer (= zusammenbrechen) entgegengeschleudert. Dies sind alles Ausdrücke für ein besonders starkes Absinken des Leistungsniveaus. Die gewählten Begrifflichkeiten sind dabei wie so oft effekthascherisch gewählt. Dennoch lässt sich eine deutliche Verschlechterung des Ergebnisses nicht leugnen.

Sprachlosigkeit nach den letzten Ereignissen

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Schockierende Nachrichten

Am vergangenen Dienstag, dem 10. Januar 2023, berichteten die Medien darüber, dass eine Berufsschullehrerin in Ibbenbüren (Westfalen) von einem Schüler angegriffen worden war. Diese befand sich zu diesem Zeitpunkt allein in einem Klassenzimmer. Dabei habe der Täter so oft auf die Lehrerin eingestochen, dass sie noch am Tatort ihr Leben verlor. Was der Grund für diese Tat ist, ist bisher noch nicht offiziell bekannt. 

Wissensschnorrer*innen und wie man mit ihnen umgeht

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Die individuelle Arbeitshaltung

Genau wie jeder andere Betrieb, setzt sich auch das Lehrerkollegium aus unterschiedlichen Menschen zusammen. Dabei ist deren Arbeitshaltung selbstverständlich genauso verschieden. Manche bevorzugen für sich allein zu arbeiten. Andere hingegen ziehen dem ein Arbeiten im Team und den regen Austausch von Materialien und Ideen vor. Und dann gibt es eine dritte Gruppe, bei der es sich (in der Regel) um eine Minderheit handelt: die der „Wissensschnorrer*innen“. Im folgenden geht es darum, um wen ich sich hierbei handelt und wie man mit diesen Menschen umgeht.

Das Problem mit dem Neinsagen

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Viele tolle Möglichkeiten

Just say no

Die Schule bietet neben den vielen Verpflichtungen auch eine Mehrzahl an Möglichkeiten. Dazu kann es gehören, (freiwillig) eine Position zu besetzen oder aber gemeinsam mit einem Team an einem Projekt zu arbeiten. Das Problem ist jedoch, dass wir Lehrkräfte bereits grundlegend viele Aufgaben zu bewältigen haben. Nehmen wir nun noch alle anderen Möglichkeiten an, so riskieren wir eine zu hohe Belastung. Wenn noch dazu Kollegen*innen mit Bitten an uns herantreten, kann dies das Fass schnell zum Überlaufen bringen. Da hilft dann nur ein „Nein“ beziehungsweise eine ablehnende Antwort. Genau hierbei handelt es sich oftmals um das größte Problem.

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