Es ist noch kein (Fremdsprachen-)Lehrer vom Himmel gefallen.

Autor: Laerari Seite 10 von 17

Von (vermeintlichen) Faulenzern*innen im Schulkollegium…

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In jedem Gefüge gibt es (vermeintliche) Faulenzer*innen

Die Menschen sind verschieden. Auf das Arbeitsleben übertragen bedeutet dies, dass nicht alle gleichermaßen bestrebt sind, eine gute Arbeit zu verrichten. Manche haben schlichtweg keine Lust oder es ist ihnen einfach zu anstrengend, angemessen zu arbeiten. Schließlich bedeutet dies, Kraft aufzuwenden, um die geforderten Aufgaben umzusetzen. Das bedeutet durchaus nicht, dass man nicht auch mal keine Lust auf Arbeit haben kann. Ich beziehe mich hier ausschließlich auf jene Minderheit, die scheinbar stetig lediglich das Minimum tut.

Lehrerleben – Wie ich am idealsten arbeite

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Als Lehrer*in unterrichtet man nicht nur

Wir sind uns sicherlich einig, dass die Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung, das Korrigieren und alle anderen Aufgaben mindestens genauso viel Zeit in Anspruch nehmen wie das eigentliche Unterrichten, wenn nicht gar mehr. Bereits in anderen Artikeln wie „Muss ich als guter Lehrer mein eigenes Leben aufgeben?“, „Meine Motivation rennt nackig mit einem Cocktail über die Wiese“ und „Als Lehrer*in ist man eigentlich nie fertig…“ habe ich von meinen stetigen Bemühungen berichtet, meine Arbeitsweise zu verbessern. Hier möchte ich nun ein kleines Update geben, wie ich derzeit am idealsten arbeite und auch auf bereits Genanntes zurückverweisen.

Schulsysteme – ein frankoivorisch-deutscher Vergleich Teil I

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Einstieg

Wie aus meiner Vorstellungsseite hervorgeht, unterrichte ich derzeit an einem französischen Lycée in der Elfenbeinküste. Aus diesem Grund trat eine Leserin mit der Idee an mich heran, einen Vergleich zwischen meinem derzeitigen und dem deutschen Schulsystem vorzunehmen. 

Zuvor ist es jedoch notwendig, genauer zu präzisieren: In der Elfenbeinküste wird allgemein nach dem französischen System unterrichtet, jedoch mit einigen Abweichungen. Dies gilt insbesondere für den zu behandelnden Unterrichtsstoff. Da es sich bei meiner Schule um eine französische handelt, orientieren sich die Unterrichtsinhalte noch stärker an denen Frankreichs. Grundlegend ist es aber ähnlich wie in Deutschland, wo auch nicht alle Schulen genau dasselbe unterrichten. Somit kann ich nicht für alle Schulen sprechen, die nach dem französischen System unterrichten.

Selbstverständlich würde ein Vergleich aller Aspekte den Rahmen sprengen. Aus diesem Grund werde ich mich hier auf die wesentlichen Elemente konzentrieren, die ich für besonders erwähnenswert erachte. Ich werde so oft wie möglich mit einfließen lassen, wie es sich an ivorischen Schulen verhält, sollte ich hier einen Unterschied habe feststellen können.

Die grundlegende Struktur

Schularten

Das französische/ivorische Schulsystem unterteilt sich in verschiedene Schulebenen. Es beginnt mit der École maternelle (Vorschule), worauf die École élémentaire (Grundschule) folgt. Anders als im deutschen Schulsystem beginnt die Schullaufbahn bereits ab einem Alter von zwei Jahren. Die Grundschule wird mit etwa zehn Jahren abgeschlossen. Daraufhin wechseln alle Kinder auf das Collège (Gesamtschule der Sekundarstufe I) über. Daran schließt sich die Zeit am Lycée (Oberstufe) an. Es gibt auch die Möglichkeit an einem Lycée professionnel (Berufliches Gymnasium) weiterzulernen, allerdings besteht diese in der Elfenbeinküste nicht. Meine Schule vereint sowohl Sekundarstufe I als auch II.

Die Jahresstruktur

Anders als in Deutschland, wo im Halbjahresrhythmus gearbeitet wird, ist das Schuljahr sowohl im französischen als auch im ivorischen Schulsystem in Trimester unterteilt. Nach jedem Trimester gibt es Zeugnisse.

Prüfungsarten

Es mag in Frankreich einige Ausnahmen geben, jedoch gilt allgemein für alle Schüler*innen gleichermaßen, dass die Schulausbildung mit dem Baccalauréat oder kurz Bac (Abitur) abzuschließen ist. Dies geschieht in der Regel im Alter von 18 Jahren.

Entscheidet man sich in Deutschland für eine Ausbildung an einem Gymnasium, so durchläuft man diese in der Regel ohne größere Zwischenprüfungen. Im französischen und ivorischen System zeigt sich hierin ein deutlicher Unterschied. Alle Schüler*innen legen am Ende der Sekundarstufe I ein Diplôme National du Brevet (DNB oder kurz Brevet) ab. Dies lässt sich mit den Realschulabschluss vergleichen. Anders als in Deutschland, wo Englisch stetig eine große Rolle spielt, befindet sich diese Sprache nicht zwischen den prüfungsrelevanten Fächern für das Brevet. Im Bac hingegen ist dies anders. Eine Möglichkeit für das Äquivalent des Hauptschulabschlusses gibt es hier nicht. 

Das Klassensystem

Bezüglich des Klassensystems ist am offensichtlichsten, dass im Rahmen von Sekundarstufe I und II quasi umgekehrt gezählt wird. Das erste Schuljahr am Collège nennt sich Sixième (also 6. Klasse), daraufhin folgt die Cinquième (5. Klasse). So geht dies weiter bis zum Ende der Sek. I. Diese schließt mit der Troisième (3. Klasse). 

Die Sekundarstufe II beginnt mit der Seconde (2. Klasse), geht mit der Première (1. Klasse) weiter und schließt mit der Terminale (Abschlussklasse). Die Oberstufe besteht somit, wie auch in Deutschland, aus drei Jahren. Wie auch im deutschen Schulsystem zählen für das Abitur nur die Noten der letzten beiden Schuljahre.

Schulstunden und Schultage

Allgemein gehen Schüler*innen im französischen und ivorischen Schulsystem ausschließlich werktags zur Schule. Selbstverständlich kann es Ausnahmen geben, wie es auch an deutschen Schulen der Fall sein kann, dass mitunter samstags unterrichtet wird. An meiner Schule und auch an den mir bekannten anderen Schulen hier, die ich mir bereits habe anschauen können, ist dies jedoch nicht der Fall.

In Deutschland dauert eine Schulstunde allgemein 45 Minuten. Im französischen und ivorischen System sind es 55 Minuten. Auch Schultage sind bedeutend länger als in Deutschland. Schulen im französischen und ivorischen Schulsystem sind Ganztagsschulen. Zumeist dauert ein Schultag von 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr. Dafür ist die Mittagspause meist bedeutend länger, sodass die Schüler*innen, für die dies möglich ist, während der Pause nach Hause fahren/gehen können. Mittwochs ist oftmals ein halber Tag, jedoch variiert dies von Schule zu Schule. An unserer Schule hängt dies auch von der Klassenstufe ab: je älter, desto wahrscheinlicher ist es, dass auch mittwochnachmittags Unterricht stattfindet, zumindest sportliche Aktivitäten. An mir bekannten ivorischen Schulen ist der Mittwochnachmittag in der Regel unterrichtsfrei. 

Notengebung

Die Notenskala

Auch im Rahmen der Notengebung weist das französische/ivorische Schulsystem Unterschiede zum deutschen auf. In Deutschland wird in der Sekundarstufe allgemein I mit Noten von eins bis sechs benotet, mit eins als bester und sechs als schlechtester Note. In der Oberstufe werden Notenpunkte zwischen eins und 15 gegeben, wobei eins die schlechteste und 15 die beste Note ist. Im französischen und ivorischen System gibt es sowohl in der Sekundarstufe I als auch in der Sekundarstufe II nur eine Notenskala. Diese lässt sich mit der deutschen Skala der Sekundarstufe II vergleichen. Denn es wird zwischen eins und zwanzig benotet, wobei zwanzig die beste Note ist. Die Schüler*innen streben allgemein danach, mindestens die Note 16 zu erhalten. 

Kompetenzen

In unserer Schule gibt es in der Sixième keine Noten mehr. Stattdessen wird hier anhand von vier verschiedenen Farben angezeigt, wie gut eine jeweilige Kompetenz beherrscht wird. Die Farben repräsentieren dabei eine Leistung von ungenügend bis sehr zufriedenstellend. Neben den zentralen Fertigkeiten wie Sprechen zählt beispielsweise auch die Medienkompetenz hierzu. Für die jeweilige Kompetenz wird auf unserer Schulplattform Pronote eine Kategorie angelegt und für jede/n Schüler*in aus vier Farben ausgewählt.

Obwohl in den anderen Klassen der Sekundarstufe I zwar benotet wird, so haben Lehrkräfte nach jedem Trimester auch hier mit Farben zu zeigen, inwiefern die Schüler*innen die in dieser Schulzeit zu erwerbenden Kompetenzen beherrschen. Da alle Lehrkräfte hierzu angehalten sind, lässt sich dann auf einen schnellen Blick hin erkennen, wie ein/e Schüler*in hier steht.

Kommunikation der Noten

Noten werden nicht nur über die Rückgabe von Klassenarbeiten/Klausuren und die Halbjahreszeugnisse an Eltern und Schüler*innen kommuniziert. Im hiesigen Schulsystem wird unsere Plattform Pronote auch hierfür verwendet. Hier werden jegliche Noten eingetragen, sodass ein/e jede/r Schüler*in und auch die Eltern diese stetig und von überall aus einsehen können. Auch die Schulleitung und Kollegen*innen haben hierauf Zugriff.

Die Notengewichtung

Für eine jede Klassenarbeit/Klausur legt eine Lehrkraft im französischen Schulsystem einen Koeffizienten fest, der über die Gesamtgewichtung einer jeglichen Leistung entscheidet. Kürzlich wurde in unserem Englischdepartment entscheiden, dass Prüfungen, die auf den Hauptkompetenzen (Lesen, Schreiben, Sprechen, Hören) basieren, mit einem Koeffizienten von zwei und alle anderen Leistungen mit einem Koeffizienten von eins bewertet werden sollten. Auf diese Weise wird eine gewisse Vergleichbarkeit der Leistungen geschaffen. Da dies ebenfalls auf Pronote eingegeben wird, berechnet das System direkt die Endnoten.

An allen Schulen, an welchen ich bisher in Deutschland gearbeitet oder gelernt habe, gab es eine offiziell vorgegebene Verpflichtung, eine Note für die schriftliche als auch für die mündliche Leistung zu erteilen. Im französischen und ivorischen System gilt dies nicht. Zwar unterteilen sich die Noten, die wir in unser Notensystem eintragen, in der Sekundarstufe I in mündliche und schriftliche Leistungen, jedoch sind wir nicht verpflichtet, die mündliche Mitarbeit zu benoten. Die Entscheidung dies zu tun obliegt der einzelnen Lehrkraft.

Zeugnisvergabe und Zeugniskommentare

Wie zuvor beschrieben, erhalten die Schüler*innen im französischen und ivorischen Schulsystem nach jedem Trimester Zeugnisse (Bulletins). In den Schulen, in welchen ich bisher in Deutschland gelernt oder gelehrt habe, gab es insgesamt Noten von allen Lehrkräften und einen Gesamtkommentar für jede/n einzelne/n Schüler*in. Hier ist es anders: Für jedes Trimester und für jede Person habe ich in meinem Fach einen Kurzkommentar zum Arbeitsverhalten zu schreiben, der die Endnote jeweils genauer erläutert. Am Ende des dritten Trimesters haben wir für die Mehrheit der Klassenstufen auch noch einen Globalkommentar zu schreiben, der sich auf die Gesamtjahresleistung bezieht. Dies gilt speziell für die Troisième sowie für die beiden letzten Jahre des Lycées. 

Abschließend…

An dieser Stelle möchte ich den ersten Teil meiner Miniserie beenden. Da sich sowohl im deutschen als auch im französischen/ivorischen Schulsystem viel Gleiches bzw. Ähnliches wiederfindet, sehe ich die größten Unterschiede eher in den Feinheiten. So gibt es Schulnoten, mit Ausnahme der Sixième, aber deren Gestaltung, Kommunikation und Gewichtung erfolgt anders. Im zweiten Teil werde ich vertiefend auf den Schulalltag eingehen wie auch auf die Besonderheiten einer französischen Schule im Ausland. 

Haben Sie besondere Wünsche für den zweiten Teil, auf die ich eingehen soll, so schreiben Sie mir gerne. Ich versuche gerne, die Anmerkungen mit aufzunehmen.

Abbildungsverzeichnis:

Zur Schule Pendeln – Lohnt sich das?

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Wenn die Schule sehr viele Kilometer entfernt liegt…

Pendeln mit dem Zug

Sowohl während meiner Ausbildung zur Lehrerin als auch im Verlauf meiner bisherigen Karriere als Lehrperson habe ich bereits mehrfach das Pendeln dem Umzug in eine andere Stadt vorgezogen. Teil meines Lehramtsstudiums an der Universität Bremen war ein Praxissemester an einer dortigen Schule. Von Hamburg aus pendelte ich also stetig dorthin. Auch während meines Vorbereitungsdienstes pendelte ich hin und wieder zu meiner Ausbildungsstätte. Nach Abschluss meines Referendariats arbeitete ich nach meinem ersten Auslandsaufenthalt zeitweise in Niedersachsen und pendelte auch dorthin. Im Folgenden möchte ich von meinen Erfahrungen sprechen und wie ich aus meiner heutigen Sicht zum Pendeln zur Schule stehe. Dabei spreche ich hier mit Absicht nicht über das Pendeln als Student*in, da man hier kaum oder bedeutend weniger mit ernsthaften Konsequenzen rechnen muss, sollte man beispielsweise durch Zugprobleme zu spät kommen.

Unterrichtsideen – „Climate refugees“

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Unterrichtsideen

Mir ist bewusst, wie wichtig es ist, unsere Schüler*innen möglichst immer für unsere Lerninhalten zu motivieren. Wann immer ich also eine interessante Idee für meinen Unterricht finde, so versuche ich diese möglichst in eine Unterrichtseinheit einzubauen. Wie ich bereits in meinem Artikel „Unterrichtsideen – Greetings from India!“ erläutert habe, möchte ich in meiner Reihe „Unterrichtsideen“ von Materialien und Methoden berichten, welche ich entdeckt oder selbst erstellt habe. Hierbei versuche ich idealerweise von denen zu berichten, die ich bereits in meinem Unterricht eingesetzt habe, sodass ich auch von meinen Erfahrungen beim Einsatz des jeweiligen Inhalts berichten kann. 

Der Weg zur eigenen Lehrerpersönlichkeit

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Die eigene Lehrerpersönlichkeit

Wenn wir uns an unsere eigene Schulzeit zurückerinnern, so kommen uns oftmals auch gewisse Lehrkräfte in den Sinn. Neben den Chaoten handelt es sich dabei insbesondere um diejenigen, die uns besonders inspiriert oder motiviert haben. Gefiel uns der Unterricht, galt dies meist auch für das Fach. Mitunter hat dies sogar unsere Berufswahl beeinflusst.

Fortbildungen über Fortbildungen… – Wenn, dann kommt alles auf einmal

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Wenn alles auf einmal kommt…

Ich habe das Gefühl, als wäre es erst gestern gewesen, als ich hier meinen Artikel „Stress vor dem Notenschluss – Ich bin einfach nur müde!“ hochgeladen habe. In diesem berichtete ich vom Stress, den ich zu diesem Zeitpunkt – kurz vor Ende des ersten Trimesters – verspürte. Alles häufte sich. So schleppte ich mich von Tag zu Tag. Zu dieser Zeit waren die Probleme mehr oder weniger hausgemacht, da ich zu lange mit dem Beginn der Überprüfungen in meinen Klassen gewartet hatte. Dadurch häuften sich natürlich dann zum Ende hin die Klassenarbeiten bzw. Klausuren.

Nun nähern wir uns so langsam dem Ende des zweiten Trimesters und erneut kommt alles auf einmal. Diesmal hat es aber weniger mit dem Stress zu tun, rechtzeitig alle Noten zusammen zu bekommen. In dieser Hinsicht fühle ich mich zur Zeit relativ sicher. Doch nun kommt dazu eine Vielzahl außerunterrichtlicher Verpflichtungen. Das gehört selbstverständlich zum Berufsalltag dazu, aber wenn sich diese sehr stark häufen, so verursacht auch dies schnell eine gewisse Art von Stress und kann zu Unmut führen. Zu diesen Verpflichtungen zählen unter anderem Fortbildungen.

Die Probleme mit Fortbildungen

Ich möchte nicht sagen, dass Fortbildungen grundsätzlich schlecht sind. Im Gegenteil. In der Regel bereitet es mir sogar Freude, an diesen teilzunehmen. Mehr als so manch anderen Teilnehmern*innen. Ich lerne gerne Neues kennen. Aber im Augenblick kommt es viel zu gehäuft. Drei Fortbildungen in weniger als zwei Wochen finde ich schon viel. Noch dazu finden diese großteils zu meiner unterrichtsfreien Zeit statt. 

Da es sich bei dem Leiter zweier dieser Fortbildungen gleichzeitig um eine Auslandslehrkraft mit pädagogischer Beratungsfunktion handelt, möchte dieser noch dazu in den Unterricht einiger Lehrkräfte reinschauen. Und wie kann es anders sein: natürlich auch in meinen. Für diesen Unterrichtsbesuch (UB) soll aber quasi eine Art detaillierter Plan geschrieben werden. Ich fühle mich stark an das Referendariat mit seinen schier unendlich vielen UBs und die dafür geforderten Pläne erinnert. Neben den Stunden, die ich also bereits von meinen eigentlichen freien Stunden für die Fortbildungen werde opfern müssen, kommen also noch einige für die Erstellung des UB-Plans hinzu.

Selbstverständlich sollen gleichzeitig der Unterricht und das nahende Trimesterende mit den Noten, die zu erstellen sind, gemanagt werden. Zudem haben wir bald eine große Vergleichsarbeit in der Oberstufe. Für die Auswahl des Themas soll auch schon wieder ein Treffen an einem eigentlich unterrichtsfreien Nachmittag abgehalten werden. Ich merke bereits, dass mich diese Fülle an Aufgaben, die alle quasi gleichzeitig zu erledigen sind, schon wieder sehr ermüdet. Zwar bin ich im Großen und Ganzen mit meiner Unterrichtsplanung gut im Voraus. Dennoch ist es alles sehr viel. Es gibt mir das Gefühl, niemals richtig zur Ruhe zu kommen.

Abschließend…

Selbstverständlich bin ich mir bewusst, dass es immer solche Phasen gibt, in denen viele Aufgaben gleichzeitig balanciert werden müssen. Zumeist lässt sich das Ganze durch eine gute Planung entzerren. Wenn die vielen Verpflichtungen jedoch von Außen eingegeben werden und so ziemlich gleichzeitig stattfinden, ohne ausreichend im Voraus angekündigt zu werden, dann kann hier kein proaktives Handeln eingesetzt werden. Einzig das Sichergehen, dass alle anderen Aufgaben, möglichst für mehrere Wochen geplant sind, kann hier etwas beruhigen. Dennoch freue ich mich schon sehnlichst auf die Ferien, in der Hoffnung, hier auch mal Ruhe zu finden, um wieder zu neuer Kraft zu gelangen.

Und Sie?

Da ich selbst immer wieder feststellen muss, wie sehr mich sich plötzlich anhäufende Verpflichtungen schlauchen, würde ich gerne wissen, wie Sie damit umgehen. Haben Sie eine besondere Strategie? Oder halten Sie es mit der Devise „Augen zu und durch“? Schreiben Sie mir gerne eine Nachricht oder direkt einen Kommentar zu diesem Artikel.

Gerichte für den Schulalltag – Gefülltes Pita-Brot 

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Die Ernährung im Schulalltag

Gefülltes Pita-Brot

Wie ich bereits in meinem vorhergehenden Artikel „Raus aus der Schokifalle – Ernährung im Unterrichtsalltag“ berichtet habe, stellt sich die richtige Ernährung im Verlauf des Schulalltags oftmals als ein riesiges Problem dar. Durch viele unvorhergesehene Aufgaben aber auch Aufsichten, durch die die Pausen nicht immer ausreichend genutzt werden können, kommt dann oftmals das Essen viel zu kurz. 

Raus aus der Schokifalle – Ernährung im Unterrichtsalltag

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Schulstress und Essen

Wir alle kennen es sicher zur Genüge: das Problem, sich im Arbeitsalltag richtig und ausgewogen zu ernähren. Zwischen all den Leistungen, die wir neben dem eigentlichen Unterrichten zu erledigen haben, bleibt oftmals kaum Zeit für „richtiges“ Essen. Das gilt auch oder mitunter sogar speziell für die Pausen. Schnell schlingt man dann eben halt „irgendetwas“ hinunter, um zumindest irgendetwas im Magen zu haben.

Long-Covid – Wenn Corona länger zuschlägt…

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Erkrankt an Corona, die Erste

Seit Ausbruch der Corona-Epidemie bin ich unglücklicherweise schon zweimal an Covid-19 erkrankt. Das erste Mal war dies im Oktober 2020 der Fall. Zu dieser Zeit hatte ich mit den typischen Symptomen zu kämpfen wie Geruchs- und Geschmacksverlust, Müdigkeit („Fatigue“) und Kopfschmerzen. Unter einer erhöhten Temperatur hatte ich glücklicherweise nur etwa einen Tag zu leiden.

Im Anschluss daran ging es mir recht bald wieder gut. Sobald es möglich war (also im Anschluss an die sechs Monate Wartezeit), ließ ich mich dann im vergangenen Jahr impfen. Das war im April (erste Dosis) und Mai 2021 (zweite Dosis). Der verwendete Impfstoff war Astra Zeneca. Trotz der Negativinformationen bezüglich dieses Impfstoffs, die in den Medien zirkulierten, hatte ich glücklicherweise keine wirklichen Nebenwirkungen mit Ausnahme der typischen Schmerzen im Arm und leichter Kopfschmerzen, die jedoch rasch vergingen.

Erkrankt an Corona, die Zweite

Im vergangenen Dezember reiste ich nach Deutschland, um Familie und Freunde zu besuchen. Sobald ich dann Anfang Januar wieder zurück in die Elfenbeinküste reisen wollte, traf mich bei der Konsultation des Ergebnisses des hierfür nötigen PCR-Tests dann fast der Schlag. Schon wieder positiv. Das durfte doch nicht wahr sein! Ich hatte mich doch permanent geschützt und stetig auf das Tragen der Maske geachtet. Auch hatte ich keinen Kontakt zu Personen, die selbst an Corona litten. Oder zumindest hab ich von keiner Person, mit der ich in der Zeit in Deutschland in Kontakt getreten war, anderweitiges gehört. Es half jedoch alles nicht: Mein Aufenthalt verlängerte sich selbstverständlich. 

Glücklicherweise waren meine Symptome diesmal relativ leicht, was ich auf meine zweimalige Impfung zurückführe. Erneut hatte ich mit Müdigkeit zu kämpfen. Dazu kamen Kopfschmerzen, Halsschmerzen und eine laufende Nase. An einem Abend hatte ich das Gefühl, weniger gut zu riechen, aber dies verflüchtigte sich schnell wieder. Da meine Symptome kaum nennenswert waren, konnte ich mich glücklicherweise aus der verpflichtenden Quarantäne „heraustesten“. Das nächste Testergebnis war dann negativ und so konnte ich bereits knapp eine Woche nach dem ersten Test Deutschland verlassen. Wie ich bereits in meinem vorhergehenden Artikel „Corona in der Schule – Ein Auf und Ab“ berichtete, wurde der Unterricht in meiner Schule in der vergangenen Woche vorsichtshalber online abgehalten. Somit konnte ich, nachdem ich etwas besser fühlte, trotz meiner Erkrankung auch von Deutschland aus unterrichten. 

Langzeitwirkungen und deren Einfluss auf meine Arbeit

Obwohl ich nun genesen bin, merke ich dennoch einige Veränderungen an meinem Körper, die sich auf die letzte Erkrankung zurückführen lassen. Zumindest lässt sich dies vermuten. Schon bei meiner ersten Erkrankung fühlte mich auch danach noch außerordentlich schlapp und stetig müde. Bei diesem Mal ist es so, dass ich neben der steten Müdigkeit eine eindeutige Einschränkung meiner Konzentrationsfähigkeit feststelle.

Zudem habe ich das Gefühl, dass ich unter einer Art Gedächtnisverlust leide, der sich auf mein Sprachvermögen bzw. Ausdrucksvermögen auswirkt. Egal in welcher Sprache ich etwas schreiben oder sagen möchte – Deutsch, Englisch oder Französisch -, ich benötige deutlich mehr Zeit, um mich fehlerfrei auszudrücken. Im Schriftlichen mache ich mehr Fehler und muss mich öfters korrigieren oder zumindest deutlich mehr als zuvor. Selbst für das Formulieren des vorliegenden Textes benötige ich größere Kraftanstrengungen als zuvor. 

Für mein Berufsleben ist dies natürlich unangenehm, da mir die Dinge nicht mehr so leicht von der Hand gehen. Es ist mir unangenehm, so viel Zeit zum Nachdenken zu benötigen. Selbstverständlich sitze ich nicht minutenlang da, um eine Antwort zu formulieren. Nichtsdestotrotz merke ich die vermehrt nötige Zeit für Arbeitsprozesse, die mir sonst schnell von der Hand gingen.

Abschließend…

Es lässt sich abschließend festhalten, dass das Corona-Virus einen großen Einfluss auf die Menschen haben kann, die sich infiziert haben. Sowohl das Arbeits- als auch das Privatleben können hierdurch in Mitleidenschaft gezogen werden. Ich halte es, ehrlich gesagt, oftmals für relativ problematisch, dass von uns auf ein negatives Testergebnis hin in der Regel erwartet wird, direkt wieder voll einsteigen zu können – sowohl im Beruflichen als auch im Privaten. Dabei heißt ein Körper frei vom Corona-Virus nicht, dass man auch wieder frei von jeglichen Symptomen bzw. Langzeitfolgen ist. Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder zu meiner vollen Leistungskraft gelangen werde, denn es ist selbstverständlich unangenehmen, wenn schon kleine Arbeitsprozesse eine große Anstrengung verlangen. Damit bleibt mir nur noch, Ihnen viel Gesundheit zu wünschen, damit Sie nicht ähnliches wie ich durchmachen müssen.

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