Wie können es sicher alle nicht mehr hören…

Das Coronavirus

Lange habe ich mich davor gesträubt, über diese Thema zu schreiben, da einfach überall davon gesprochen wird. Jedoch wird hierdurch deutlich, dass es einfach unumgänglich ist: Corona. Covid-19 dominiert derzeit einfach einen Großteil des Weltgeschehens. Immer wieder hoffen wir auf eine Verbesserung, um dann doch wieder enttäuscht zu werden. Selbst das Impfen hat sich nun als nicht 100%iges Hilfsmittel erwiesen. Inzwischen tauchen immer wieder neue Varianten auf und die Politiker*innen sprechen von immer neueren Wellen. Und selbstverständlich ist auch die Schule nicht von diesem Virus verschont geblieben. 

Hier möchte ich mal einen kurzen Überblick geben, wie in unserer Schule mit der Pandemie umgegangen wurde und wird.

Corona in der Schule: Schuljar 2019/20

Wie die Schulen in einem Großteil der Länder weltweit wurde auch meine Schule zu Beginn der Corona-Pandemie geschlossen. Im Gegensatz zu den (meisten) Schulen in Deutschland, machten wir dabei im Onlineunterricht weiter. Wir hatten nämlich schon zu Beginn des Schuljahres Fortbildungen zum Einsatz von Google Education mit all seinen Funktionen und zum Unterrichten aus der Distanz. 

Unterrichten aus der Distanz

Es änderte sich einzig, dass wir nun keine (benoteten) Klassenarbeiten und Klausuren mehr schrieben. Unser Stundenplan wurde der veränderten Lage angepasst und wir Lehrkräfte konnten individuell entscheiden, wie wir die zu vermittelnden Inhalte unterrichten wollten. Dies konnte durch ein direktes Unterrichten geschehen oder durch die Übersendung von Materialien an die Schüler*innen, die diese dann bearbeitet an die Lehrkraft zurücksenden sollten. Ich habe mich damals für eine Kombination vom beidem entschieden: eine Stunde arbeitete ich mit den Schülern*innen direkt, um dann die darauffolgende Stunde Materialien an die Schüler*innen auszugeben, welches diese zu bearbeiten hatten. Die Anwesenheit wurde in beiden Fällen überprüft.

Zwar konnten wir in dieser Zeit keine Noten mehr vergeben, da dies offiziell von Frankreich aus entschieden wurde (bei meiner Schule handelt es sich um eine französische Schule, obwohl sich diese im Ausland befindet), jedoch schrieben wir immer noch Zeugniskommentare. Das war natürlich nicht immer leicht. Nunmal hatten auch wir Schüler*innen, die stetig behaupteten, Internetprobleme zu haben, nur um sich dann immer wieder ein- und auszuloggen, um ihren Worten Nachdruck zu verleihen. Im Gespräch mit Lehrer*innen aus Deutschland zeigte sich nämlich, dass diese genau mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatten.

Hybridunterricht

Kurz vor Ende des Schuljahres 2019/20 kehrte meine Schule dann wieder zum Präsenzunterricht zurück. Da es sich um eine Privatschule handelt, konnten die Eltern entscheiden, ob sie ihre Kinder tatsächlich wieder zur Schule schicken wollten oder einen Onlineunterricht bevorzugten. Aus diesem Grund hatten wir somit mit einer Art Hybridunterricht zu tun: einige Male pro Woche wurden alle Schüler*innen online unterrichtet und einige Male nur diejenigen, die sich im Präsenzunterricht befanden. Vielfach waren die Schüler*innen gar nicht mehr an das Sitzen im Unterricht gewöhnt und kamen eher lustlos zur Schule. Das war natürlich auch für uns Lehrkräfte nicht leicht.

Corona in der Schule: seit dem Schuljahr 2020/21

Seit dem Schuljahr 2020/21 unterrichten wir nun wieder, als wäre nichts gewesen. Die Stundenpläne sind wie zuvor und auch die Schüler*innenanzahl pro Klassenraum hat sich auch nicht geändert. Einzig sitzen alle Lernenden mit einer Maske im Unterricht und in den größeren Pausen werden alle Tische desinfiziert. Noch dazu müssen wir alle naselang die Schüler*innen daran erinnern, die Maske wieder aufzusetzen oder auch die Nase zu bedecken. Abgesehen davon hat sich eigentlich nichts geändert. 

Selbstverständlich haben sich auch die Gespräche unter den Kollegen*innen nur leicht geändert. Es gibt nun nunmal einen Themenbereich mehr. Wenn sich tatsächlich drei Schüler*innen oder mehr in einer Klasse mit dem Virus infiziert haben, so wird die ganze Klasse in den Onlineunterricht geschickt. Noch dazu erhalten wir stetig Emails mit der aktuellen Gesundheitslage in unserer Schule. Haben wir Kurse, die aus Schüler*innen aus zwei verschiedenen Klassen bestehen, so kann es, sollte eine der beiden Klassen in den Onlineunterricht geschickt werden, sein, dass dann im Hybridstil unterrichtet werden soll. Das heißt, während man sich als Lehrkraft zusammen mit der einen Hälfte des Kurses im Klassenzimmer befindet, hat man gleichzeitig mit den Schüler*innen der anderen Klasse über den Onlineunterricht zu kommunizieren. Das ist tatsächlich keine angenehme Unterrichtsweise.

Corona in der Schule: seit dem 03. Januar 2022

Am 03. Januar 2022 hat bei uns die Schule wieder begonnen. Die Schulleitung hat gemeinsam mit medizinischem Personal, dem Träger und der französischen Botschaft jedoch entschieden, das neue Jahr doch lieber mit dem Distanzunterricht zu beginnen. Unsere Schülerschaft wie auch die Lehrkräfte sind sehr dafür bekannt ausgiebig zu reisen. Speziell über die Weihnachtsferien hinweg war dies natürlich der Fall. Dadurch, dass sich insbesondere die neue Variante Omicron besonders schnell ausbreitet, wurde ein Onlineunterricht bevorzugt. Bis zum Freitag, dem 07.01., wurde aus der Ferne unterrichtet. Die Stundenpläne blieben in dieser Zeit hinweg unverändert. 

Abschließend…

Zum Schluss lässt sich festhalten, dass unsere Schule recht souverän auf die Pandemie reagiert hat. Auch heute habe ich nach wie vor den selben Eindruck. Durch die Fortbildungen zu Google Education, die wir auch nach wie vor mindestens einmal pro Jahr haben, konnten und können wir recht nahtlos vom Präsenz- in den Distanzunterricht wechseln. Auch zu Beginn dieses neuen Jahres war uns dies möglich. Wir werden sehen, wie sich die Lage im Verlauf des neuen Jahres entwickeln wird und ob wir noch einmal in den Distanzunterricht überwechseln müssen. 

Und an Ihrer Schule?

Mich würde interessieren, wie Ihre Schule auf die Pandemie reagiert hat? Selbstverständlich ist mir bewusst, dass die Schulen zunächst einmal die offiziellen bundesweiten Vorgaben und diejenigen des jeweiligen Bundeslandes zu respektieren hatten und haben. Nichtsdestotrotz kann ich mir vorstellen, dass dennoch auch individuell unterschiedlich vorgegangen wurde oder auch werden musste, da die Schulen nunmal unterschiedlich gut ausgestattet sind. Schreiben Sie mir gerne einen Kommentar oder eine private Nachricht zu Ihren Erfahrungen. Zusätzlich können Sie mehr gerne auch über Ihre Empfindungen der Pandemie gegenüber schreiben. Schließlich ist ein Austausch wichtig.

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