Gute Vorsätze – geliebt und gehasst

Gute Vorsätze. So sehr sie doch immer wieder verteufelt und als wenig wirksam betrachtet werden, so sehr greifen wir doch immer wieder auf diese zurück, wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt. Auch ich, als Lehrerin, kann mich nicht von der alten Tradition freimachen, für das neue Jahr gute Vorsätze zu fassen. Ich habe selbstverständlich auch gelesen, dass wir nicht allzu viele Vorsätze auf einmal ergreifen sollten. Sonst ist deren Umsetzung schon vorab zum Scheitern verurteilt. Für das kommende Jahr habe ich mir insbesondere einen Aspekt vorgenommen. Im Folgenden möchte ich genauer ausführen, um welchen es sich handelt und warum ich diesen gewählt habe.

Unwohlsein

Obwohl ich auf meiner Seite immer wieder von meinen Anstrengungen berichte, meinen Arbeitsalltag besser zu organisieren, um zu einer ausgewogeneren Lebensqualität zu gelangen, habe ich dies zuletzt nur wenig zufriedenstellend umsetzen können. So merke ich seit einiger Zeit, dass ich mich immer weniger um mich selbst kümmere. Immer mehr habe ich mich und meinen Alltag zuletzt von meiner Arbeit dominieren lassen. Wann immer ich noch eine Korrektur zu erledigen hatte oder ich mich um die Erstellung von Unterrichtsmaterialien kümmern musste, vernachlässigte ich alles andere. Darunter fielen auch Aspekte wie Bewegung und Ernährung. Wir alle wissen, dass dies natürlich schnell einen negativen Einfluss auf unseren Körper hat.

Selbstverständlich können eine schlechte Ernährung und ein Mangel an Bewegung schnell zu einer Gewichtszunahme führen. Zuletzt hat mich jedoch viel deutlicher besorgt, dass ich mich durch die zunehmende Vernachlässigung meines Körpers sowohl auf Ernährungs- als auch auf Bewegungsebene stetig unwohler fühle. Zum einen schlafe ich zur Zeit schlechter. Gleichzeitig habe ich jedoch auch deutlich mehr Probleme, mich für längere Zeiträume zu konzentrieren. Noch viel schlimmer ist aber, dass ich mich gar nicht mehr für längere Zeit hinsetzen kann, um Arbeiten für die Schule zu erledigen, da ich schneller Schmerzen, insbesondere im Rücken, verspüre. Längere Korrekturphasen sind da besonders schlimm. Zuletzt musste ich diese zunehmend unterbrechen, um aufzustehen und im Raum auf und ab zu gehen.

Selbstpflege

Aus diesem Grund möchte ich mich im kommenden Jahr mehr um mich selbst kümmern. Dies umfasst selbstverständlich auch mehr Sport und eine bewusstere Ernährung. Dabei geht es mir jedoch nicht speziell um eine Gewichtsabnahme, sondern um ein besseres Wohlbefinden. Ich möchte wieder zu mehr Energie finden und sowohl im Beruflichen als auch im Privaten meine Lebensqualität verbessern. Gleichzeitig möchte ich mir auch mehr Momente für mich selbst nehmen. Es ist einfach nicht sinnvoll, dauerhaft nur zu arbeiten. Selbstverständlich ist die Arbeit wichtig und mir bedeutet es viel, diese gut zu erledigen. Dennoch leben wir nicht (nur), um zu arbeiten, wie es so schön heißt. Es geht auch um schöne Momente.

Selbstverständlich bin ich mir bewusst, dass derartige Neujahrsvorsätze nicht immer gleich perfekt umgesetzt werden können. Ich mache mir diesbezüglich auch keine Illusionen. Auch habe ich kürzlich gelesen, dass wir uns bei der Umsetzung von Vorsätzen nicht unnötig unter Druck setzen sollen. Gelingt es uns mal ein paar Tage nicht, alles so gut durchzuhalten, wie erhofft, so sollten wir nicht gleich alles über den Haufen werfen. Stattdessen sollten wir viel eher versuchen, uns immer wieder aufs Neue zu motivieren und uns viel mehr über das bisher erreichte zu freuen. 

Mein Ziel ist es dementsprechend, mehr auf mich und meinen Körper zu achten. Ich möchte mindestens dreimal die Woche Sport treiben und die berühmten fünf Sorten Gemüse und Früchte pro Tag konsumieren. Als ich dies vor einiger Zeit bereits erfolgreich umsetzen konnte, bemerkte ich bereits schnell eine rapide Verbesserung meines Wohlbefindens. Zudem ist es mein Bestreben, nicht immer noch spät an Arbeiten für die Schule zu sitzen. Stattdessen habe ich mir vorgenommen, den Abschluss von Aufgaben auch mal auf den Folgetag zu verschieben. Es ist mir einfach wichtiger, mich um mich selbst zu kümmern. Denn nur, wenn man fit ist, kann man auch alle Arbeiten gut erledigen. Und wie heißt es noch so schön: „Ein gesunder Geist steckt in einem gesunden Körper.“

Abschließend…

Abschließend lässt sich festhalten, dass Neujahrsvorsätze nicht immer leicht umsetzbar sind. Schließlich ändern wir etwas, oftmals grundlegendes, in unserem Alltag, was zuvor zu unseren Gewohnheiten gehörte. Das ist nicht eben, von jetzt auf gleich, getan. Sind wir aber mit voller Überzeugung dabei, so kann es uns leichter fallen, „am Ball zu bleiben“. Auch sollten wir bereits eine Art Plan erstellen, wie wir unsere Vorsätze umsetzen können. Wenn möglich, sollten wir uns auch bewusst sein, wie wir unsere Erfolge messen können. Das ist, wie zuvor beschrieben, in meinem Fall der wöchentliche, dreimalige Sport und das Konsumieren von mindestens fünf verschiedenen Gemüse- und Früchtesorten pro Tag. 

Selbstverständlich kann ich noch nicht mit Sicherheit sagen, dass ich meine Vorsätze stetig beibehalten werden kann. Nichtsdestotrotz handelt es sich hierbei um mein Bestreben. Ich werde Sie auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, wie ich mit der Umsetzung meiner Vorsätze vorankomme.

Zu guter Letzt möchte ich Ihnen ein frohes, neues Jahr 2022 wünschen! Mögen all Ihre Wünsche und Unternehmungen erfolgreich sein. Und… sollten Sie, so wie ich, gute Neujahrsvorsätze gefasst haben, so wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei deren Umsetzung.

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