Mitunter bitten Schüler*innen die Lehrperson darum, etwas zu verändern, beispielsweise, die Vokabelliste für den anstehenden Test zu kürzen, das Datum für eine Klassenarbeit zu ändern oder aber ein Thema völlig umzuschmeißen. Machen Sie nie den Fehler, diesem Bitten spontan nachzugeben. Allzu oft folgt im Anschluss an die Stunde die Erkenntnis, dass dies eine Fehlentscheidung war. Zu diesem Zeitpunkt kann man dies jedoch nicht mehr revidieren. Im Verlauf der eigenen Planung hat man sich schließlich etwas dabei gedacht und somit sollte man auch dabei verbleiben. 

„Spontaneität will wohl überlegt sein!“ (Claudio Michele Mancini)

Gelegentlich stellt sich heraus, dass die Schüler*innen wirklich zu viele Evaluationen in einer Woche haben. Dann kann es mitunter sinnvoll sein, das Datum für eine Klassenarbeit/Klausur zu ändern. In der Regel gibt es aber in jeder Schule eine Liste (digital oder analog) auf die frühzeitig die Klassenarbeiten einzutragen sind. Dadurch wird vermieden, die maximal zulässige Anzahl an Arbeiten pro Woche und pro Tag zu übertreten. 

Tests, wie zum Beispiel Vokabeltests, sind davon allgemein ausgenommen. Um jedoch die eigenen Schüler*innen – besonders die jüngeren Jahrgänge – nicht völlig zur Verzweiflung zu bringen, kann mitunter eine Ausnahme gemacht werden. Das sollte aber dennoch wohl überlegt und am besten nicht spontan geschehen, um nicht zum Beispiel in zeitliche Schwierigkeiten zu geraten, wenn man im Anschluss an die Stunde, in der man dem Schülerbitten nachgegeben hat, feststellen muss, dass nun der eigene Zeitplan nicht mehr hinhaut. 

Insgesamt sollte man aber Vorsicht walten lassen, was auch durch das oben genannte Zitat deutlich wird: Hat man erstmal ein bis zweimal die eigenen Termine verschoben, so kann man sich darauf verlassen, dass die Schüler*innen immer wieder versuchen werden, einen zur Änderung der gesetzten Termine zu drängen. Und das wird, wie gesagt, zwangsläufig den eigenen Terminplan durcheinanderbringen und man findet sich plötzlich mit einem riesigen Stapel zu korrigierender Arbeiten wieder, weil man immer wieder auf Schülerbitten hin etwas verschoben hat. 

Das Ruder in der Hand behalten…

Insgesamt muss man als Lehrkraft lernen, egoistischer zu werden, um das eigene Wohlbefinden zu bewahren. Wie zu Beginn dieses Artikels gesagt, denken wir uns allgemein etwas bei unserer Planung. Dass die eigene Schülerschaft keine Lust hat, die gesetzte Klassenarbeit an besagtem Tag zu schreiben oder sich nicht genügend auf diese vorbereitet hat und sich einen Aufschub erhofft, hat dabei wenig mit den Überlegungen einer Lehrkraft zu tun. Sie geben den Ton an und das müssen die Schüler*innen lernen. Wie bereits in meinem Artikel für das Classroom Management genannt, gilt es, das Ruder in der Hand zu behalten. Dies geht nur durch Konsequenz. Es darf nicht heute so und morgen so zugehen. Machen Sie Ihre Planung offen den Schülern*innen gegenüber und machen Sie auch deutlich, dass Sie nicht von dieser abweichen. Dann kommen auch keine oder zumindest keine spontanen Schülerbitten mehr, die einen in Probleme geraten lassen könnten.

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