Das „Gedankenkarussell“ bekämpfen

Bereits in meinem Artikel „Wenn einen der Schulalltag um den Schlaf bringt“ habe ich über das Problem des „Gedankenkarussells“ berichtet. Des Weiteren habe ich dort Strategien genannt, die als Mittel gegen das ewige Grübeln helfen können. 

Bei dem sogenannten „Gedankenkarussell“ geht es darum, dass einen mitunter die Gedanken an alles, was einen beschäftigt, um den Schlaf bringen. Die Gründe für dieses Grübeln sind vielgearteter Natur: „Manchmal sind es Gedanken an das Vergangene oder Gedanken an die Zukunft. Manchmal befinden wir uns in einer schwierigen Lebensphase und meistern gerade eine Herausforderung. Und manchmal haben wir vielleicht einfach nur einen schlechten Horrorfilm geschaut oder eine Tasse Kaffee zu viel getrunken“ (HelloBetter 2021). 

Eindeutig ist hierbei jedoch, dass dieses Grübeln sich negativ auf unseren Schlaf auswirkt. Dieser ist dadurch wenig erholsam. Ist dieser Umstand von dauerhafter Natur, so hat dies unweigerlich auch einen negativen Einfluss auf unseren Alltag und unser stetes Wohlbefinden. Aus diesem Grund suche ich stetig nach Strategien und Techniken, die einem helfen, diese Grübelei zu stoppen.  

Imaginationstechniken

Hier möchte ich nun von zwei weiteren Methoden berichten. Diese habe ich auf HelloBetter.de entdeckt. Bei diesen Methoden handelt es sich um zwei Imaginationstechniken. Auf dieser Homepage werden auch noch weitere Imaginationstechniken dargestellt. Im Folgenden möchte ich jedoch die beiden nennen, die mir selbst persönlich am besten gefallen haben und tatsächlich erfolgreich waren. 

Oftmals fühlt sich das „Gedankenkarussell“ so an, als würden die vielgeschichteten Gedanken nur so auf einen einströmen. Oftmals entdecke ich dabei an mir, dass ich versuche, diese quasi „auszuschalten“. In der Regel geschieht jedoch das Gegenteil: Die Gedanken werden noch viel präsenter. Bei den beiden Imaginationstechniken, die ich hier vorstellen möchte, wird jedoch anders vorgegangen. Es wird akzeptiert, dass die Gedanken da sind. Gleichzeitig werden diese aber in Ruhe gelassen. 

1. Wie Wellen am Strand 

Wellen am Strand

Bei der ersten Methode wird sich vorgestellt, man befände sich an einem Strand, an welchen Wellen anschlagen. Sobald ein Gedanke kommt, so stellt man sich hierbei vor, dass man diesen auf eine dieser Wellen platziert. Sobald die Welle auf dem Strand ausläuft, wird auch der Gedanke kleiner. Auf diese Weise kann dieser Gedanke losgelassen werden. Stetig rollen neue Wellen auf den Strand zu und laufen dort aus. Daraufhin beruhigt sich die See und die Wellen schwinden dahin, womit auch die Gedanken kleiner werden sollten. 

2. Wie Wolken am Himmel 

Wolken am Himmel

Ähnlich verläuft dies auch bei der zweiten Imaginationstechnik. Die Gedanken, die den wohlverdienten und notwendigen Schlaf verhindern, werden hierbei einzeln in Wolken „eingewickelt“. Sobald ein Gedanke kommt, stellen wir uns vor, dass wir diesen in eine Wolke verpacken. Sobald wir das nächste Mal ausatmen, pusten wir dann diese Wolke davon. Jeder Gedanke wird in eine Wolke verpackt. 

Das Bild der Wolken am Himmel kann auch derart genutzt werden, dass man die Gedanken fortschickt, indem man die Wolken am Himmel beobachtet, wie diese vorüberziehen. Man stellt sich hierbei vor, dass jeder Gedanke wie eine Wolke weiterzieht. Auch hierbei ist das Ziel, die Präsenz der Gedanken zu akzeptieren, aber diese durch das Vorüberziehen kleiner werden zu lassen.

Fazit 

Ich war erst recht skeptisch diesen beiden Techniken gegenüber. Nachdem ich auf diese beiden Methoden gestoßen bin, habe ich diese aber mal ausprobiert, als ich das nächste Mal Probleme hatte einzuschlafen. Es hat mich doch ziemlich überrascht, wie schnell ich dann doch eingeschlafen bin. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies mit mehr Praxis immer besser funktionieren wird. Auf jeden Fall kann ich diese Methode empfehlen. Gerade für Lehrkräfte, die der Arbeitsalltag des Nachts mitunter nicht schlafen lässt, ist dies auf jeden Fall einen Versuch wert. 

Und Sie? 

Mich würde interessieren, ob Sie noch weitere Techniken oder Strategien haben, die Sie einsetzen, wenn Sie die ewige Grübelei mal nicht schlafen lassen. Schreiben Sie mir gerne. 

Literaturnachweise: 

Abbildungsverzeichnis