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Angefangen hat es mit dem ewigen Gedankenkarussell um die Schule. Vielen Lehrkräften scheint es so zu gehen, dass sie nachts im Bett liegen und sich ihr Kopf einfach nicht vom Gedanken an die Arbeit losreißen kann – oder will. Ich bin da keine Ausnahme. Bei mir ist es allerdings so, dass ich keine Probleme mit dem Einschlafen zu Beginn der Nacht habe. Mein Problem ist, dass ich, wenn ich nachts aufwache, oft damit kämpfe, wieder zurück in den Schlaf zu finden, so sehr treibt mich das Gedankenkarussell um. Aber vor einiger Zeit, habe ich mir in den Kopf gesetzt, dem endlich ein Ende zu setzen. Denn die Energie, die dabei flöten geht, benötigt man doch viel mehr während des Schultages.

Stattdessen ist man aber nach dem nächtlichen stundenlangen Grübeln am nächsten Tag oft so gerädert, dass man gar nicht auf die verschiedenen pädagogischen Aufgaben reagieren kann, wie man es sich wünscht. Ich möchte zwar nicht behaupten, dass ich die perfekte Lösung gefunden habe. Durch die Lektüre eines Artikels bin ich jedoch auf eine Methode gestoßen, die mir tatsächlich geholfen hat, das Gedankenkarussell in vielen Nächten anzuhalten und dadurch endlich (zurück) in den Schlaf zu finden.

Bild 1: Das Gedankenkarussell

Schäfchen zählen war gestern

In dem besagten Artikel ging es darum, wie das Gedankenkarussell aufgehalten werden kann. Das Problem ist ja einfach, dass die Person, die versucht nicht an etwas Bestimmtes – oder noch schlimmer: an nichts – zu denken, erreicht in der Regel das Gegenteil. Genau das, was man vermeiden möchte, geistert einem durch den Kopf. Aus diesem Grund empfahl ein Arzt in dem Artikel, dass wir unsere Gedanken von den negativen Dingen, hin zu etwas Positivem lenken sollten.

Dabei sollte es nicht etwas Repetitives sein – das bloße Schäfchen zählen ist auch einfach nicht spannend genug -, sondern etwas, das das Gehirn beschäftigt. Dabei empfahl der Arzt, für jeden Buchstaben des Alphabets in Gedanken so viele Tiere zu nennen, wie einem einfallen, die mit diesem Buchstaben beginnen. Sobald man stockt, springt man zum nächsten Buchstaben. Ich habe diese Methode noch ein wenig weiterentwickelt: Statt auf Deutsch, mache ich dies auf Französisch. Auch wenn ich diese Sprache fließend beherrsche, so ist dies für meinen Kopf dennoch etwas Mehrarbeit als in meiner Muttersprache. 

Bild 2: Weg vom Schäfchen zählen

Und ich muss sagen, dass dies in den meisten Fällen funktioniert. Sobald die Gedanken an andere Themen auftauchen, unterbreche ich das Ganze und lege los mit den Tieren. Die meisten Tiere habe ich bisher beim Buchstaben c identifiziert. Und oftmals schlafe ich genau da oder kurz danach ein, da mein Gehirn so sehr darauf konzentriert ist, sich an all die Tiere zu erinnern, dass es gar keinen Raum für das Gedankenkarussell gibt. Für die Momente, in denen mein Kopf einfach nicht aufgeben will, mache ich das Gleiche statt mit Tieren mit Ländern. Spätestens da gibt mein Kopf dann in der Regel nach und lässt mich endlich schlafen.

Abschließend…

Ich behaupte nicht, dass diese Methode bei allen Menschen genau den gleichen Effekt haben wird. Dennoch ist sie einen Versuch wert. Nach einer langen Suche von Methoden zur Bekämpfung des Gedankenkarussells (nachzulesen in meinen Artikeln „Schlaf- und Sportmangel – Habe ich als Lehrer(in) noch Zeit für mich?“, „Wenn einen der Schulalltag um den Schlaf bringt“, „Strategien gegen das „Gedankenkarussell“: von Wellen und Wolken“ und „Die Wolfsstunde und was diese mit Stress zu tun hat“) ist dies nämlich die erste, die bei mir wirklich von Erfolg gekrönt war. Und das auch nach mehreren Monaten. Sollten Sie also ebenfalls mit Einschlaf- oder Durchschlafproblemen zu kämpfen haben und keinen Ausweg aus dem Gedankenkarussell wissen, dann probieren Sie die Methode doch einfach mal aus.

Quellenangaben:

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