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Musik im Fremdsprachenunterricht

đŸŽ¶ Fremdsprachen lassen sich selbstverstĂ€ndlich auf vielfĂ€ltige Art vermitteln. Statt nur mit dem Lehrwerk zu arbeiten, ist es fĂŒr die SchĂŒlerschaft interessanter, wenn diese Form des Lernens mit anderen unterfĂŒttert oder auch mal gĂ€nzlich ersetzt wird. Dabei bietet sich neben (Kurz-)Filmen, (Kurz-)Geschichten, Gedichten und dergleichen auch der RĂŒckgriff auf die Musik an. Diese weckt erwiesenermaßen Emotionen in uns, wodurch die Arbeit mit der Fremdsprache besser im Gehirn verankert wird. Dies liegt unter anderem daran, dass die Sprache mit einer Melodie kombiniert ist. Entspricht diese dazu noch ungefĂ€hr dem von den SchĂŒlern*innen bevorzugten Musikgenre, so fĂ€llt eine VerknĂŒpfung mit dem Vorwissen noch leichter. 

đŸŽ¶ SelbstverstĂ€ndlich sollte an Liedern aber nicht nur Spracharbeit geleistet werden. Der eigentliche Inhalt und die Botschaft wie auch, wenn möglich, der Aufbau des Liedes dĂŒrfen auch nicht außer Acht gelassen werden. Sonst kann schnell das unwohlige GefĂŒhl seitens der Klasse entstehen, dass das ausgewĂ€hlte Lied nur ein Mittel zum Zweck ist – dem nĂ€mlich, den Text zu ĂŒbersetzen, um den eigenen Wortschatz zu erweitern, oder eine neue Grammatikform zu erlernen. SelbstverstĂ€ndlich wĂ€hlen wir Musik aus, um die SchĂŒler*innen zum Sprechen zu bringen, aber sie sollten dennoch nicht das GefĂŒhl entwickeln, dass es nur zur Spracharbeit dient, wĂ€hrend der eigentliche Inhalt etc. ignoriert wird. 

La, la, la…

đŸŽ¶ Neben dem ausschließlichen Anhören liest man jedoch immer wieder ĂŒber den Nutzen des Singens im Unterricht. Die Vorteile dieser Form des Fremdsprachenunterrichts leuchten mir auch durchaus ein. So bietet es beispielsweise die Möglichkeit, die Aussprache zu ĂŒben, sich Satzstellungen und insgesamt die Formulierung etc. einzuprĂ€gen, kulturspezifische Inhalte zu verstehen und vielerlei mehr. 

đŸŽ¶ Jedoch scheiden sich hier dennoch die Geister. Warum? Na, weil nicht jede Lehrkraft gleichermaßen talentiert ist, was das Singen angeht. Ich beispielsweise mag privat gerne singen. Jedoch komme ich mir Ă€ußerst seltsam vor, wenn ich dies vor der ganzen Klasse zu tun habe. DafĂŒr reicht mein Singtalent auch nicht aus. Aus diesem Grund fĂŒhle ich mich gehemmt. Und deshalb singe ich nicht mit meinen SchĂŒlern*innen. Schließlich kann ich diese auch schlecht dazu ermutigen, im Unterricht zu singen und noch dazu in der Fremdsprache, wĂ€hrend ich gar nicht mitsinge oder nur ganz leise. Die SchĂŒler*innen wĂŒrden dieses Verhalten garantiert spiegeln und so wĂ€re der Sinn und Zweck der Einsatzes des Singens vollkommen dahin. SelbstverstĂ€ndlich bin ich mir im Klaren, dass es als Lehrkraft nicht nötig ist, ĂŒber ein außerordentliches Gesangstalent zu verfĂŒgen, aber es sollte doch ausreichend sein und bei den SchĂŒlern*innen kein komisches GefĂŒhl entstehen lassen. 

„Hör auf dein GefĂŒhl.“

đŸŽ¶ Sie meinen, dass meine Klasse damit etwas verpasst. Das mag sein und ich halte das Singen auch nach wie vor fĂŒr eine tolle Art, eine Sprache zu lernen. Jedoch wurde mir immer empfohlen, nur das zu tun, mit dem ich mich auch wohl fĂŒhle. Es bringt einfach nichts, eine Methode einzusetzen, mit der man sich selbst nicht gut fĂŒhlt, nur, weil es empfohlen wird. Die positiven Ergebnisse wĂŒrden in diesem Fall mit Sicherheit nicht erzeugt, da SchĂŒler*innen sehr schnell merken, wenn man sich selbst mit einer Methode unwohl fĂŒhlt. Wie also kann man sie dazu motivieren, mitzumachen?

Abschließend… 

đŸŽ¶ Insgesamt lĂ€sst sich festhalten, dass das Singen eine sehr schöne und auch ansprechende Art ist, um Fremdsprachen zu lernen. Ich stimme jedoch mit den Stimmen ĂŒberein, die die Auffassung vertreten, dass eine Lehrperson idealerweise die Methoden im Unterricht einsetzt, mit denen sich diese am wohlsten fĂŒhlt. Zwar gibt es nicht immer die Wahl. Wenn dies jedoch der Fall ist, so sollte auf das eigene GefĂŒhl geachtet werden. ZusĂ€tzlich sollten auch stets die eigenen SchĂŒler*innen mit einbezogen werden. Auch hier lassen sich oftmals Tendenzen bezĂŒglich bestimmter Methoden erkennen, sodass diese idealerweise auch berĂŒcksichtigt werden sollten. WĂŒrden mich meine SchĂŒler*innen also instĂ€ndig darum bitten, im Unterricht mit ihnen zu singen, so wĂŒrde ich diesem Bitten selbstverstĂ€ndlich nachgeben… und mit leiser Stimme mitsingen. 😉 

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