Das Zentrum 

Wir sind uns sicher einig, dass neben der Lehrkraft und den Schülern*innen die Kreidetafel bzw. das (interactive) Whiteboard (hierzu werde ich mich demnächst genauer äußern) im Zentrum der Aufmerksamkeit des Unterrichts liegt.

Ein typischer Klassenraum

Das ist auch dann der Fall, wenn wir dieses Medium mal in einer Stunde nicht verwenden. Schließlich sind zumeist die Tische zur Tafel hin ausgerichtet. Aber auch dann, wenn die Tische in U-Form stehen, öffnet sich diese zur Tafel hin. (Selbstverständlich ist es bei Gruppentischen anders.) Aus diesem Grund ist es wichtig, das, was die Schüler*innen so oft vor sich sehen, auch in sinnvoller Weise zu gestalten. Aber wie geht das? 

Zunächst werde ich mich hier zur Wichtigkeit des Tafelbilds äußern, bevor ich darüber zu sprechen kommen werde, wie dieses sinnvoll gestaltet und eingesetzt werden kann.

Die Bedeutung des Tafelbilds

Das Tafelbild ist in vielerlei Hinsicht bedeutungsvoll. Es erweist sich als Festlegung des Gesagten. Anstatt also einen Großteil der Sprechbeiträge im Raum stehen zu lassen, wird alles in einem Tafelanschrieb zusammengetragen. Man dokumentiert somit das Gesagte. Gleichzeitig ermöglicht es den Erziehungsberechtigen, den Unterricht nachvollziehen zu können, wenn dieses in die Schüler*innenhefte oder -ordner übertragen wird. Es gibt also Hinweise auf die Qualität des Unterrichts. 

Auch hilft es, den Unterricht zu steuern. Es sollte jedoch auch nicht als Selbstgänger verwendet werden, sondern sollte mit einiger Vorüberlegung einhergehen. Sollten schwächere Schüler*innen zwischendurch den Anschluss verloren haben, so bietet sich ihnen hier die Möglichkeit, wieder in das Stundengeschehen einzusteigen. 

Weiterhin bietet sich das Tafelbild auch als Plateau für eine neue Phase. Auf Basis des Angeschriebenen kann somit gut weitergearbeitet werden. Es kann jedoch auch als Fazit der Stunde genutzt werden.

Vorüberlegungen 

Vor Beginn der Planung sollte sich zunächst mit den Gegebenheiten vertraut gemacht werden. Nicht jeder Klassenraum ist ähnlich ausgestattet und gestaltet. Damit die eigene Planung auch auf die Örtlichkeiten abgestimmt ist, gehen Sie also idealerweise erst einmal in den jeweiligen Unterrichtsraum. Ich habe auch schon Klassenräume erlebt, in denen die Kreidetafel oder das Whiteboard gänzlich verschwunden sind und nur noch ein interactive Whiteboard zur Verfügung stand. Darauf sollte man vorbereitet sein, um nicht beim ersten Unterrichten in einem neuen Raum völlig aufgeschmissen zu sein. 

Des Weiteren ist es essenziell, sich bereits vor dem Unterrichten einer jeweiligen Stunde präzise Gedanken über die Verschriftlichung zu machen, also was wir überhaupt anschreiben möchten. Nicht alle Aspekte müssen wirklich notiert werden. Damit allerdings nicht allerdings auch nicht völlig Überflüssiges an der Tafel steht, sollte dies vorab genau überlegt werden. Natürlich wird dies mit der Zeit leichter und benötigt nicht mehr soviel Vorüberlegungszeit. Nichtsdestotrotz sollte ein wenig Zeit dafür aufgewendet werden. Nicht umsonst wird während des Referendariats soviel Wert auf den Erwartungshorizont gelegt. Diesem wird in der Regel das zuvor antizipierte Tafelbild beigefügt, welcher Teil des Unterrichtsentwurfs ist.

So gut und schön das Antizipieren eines Tafelbilds ist, so sehr birgt dies jedoch eine gewisse Gefahr. Nämlich die, dass dieses zu statisch wird. Es sollte somit nur einiges vorausgeplant werden. Klammern Sie sich nicht zu sehr an diese Vorüberlegungen. Das antizipierte Tafelbild muss je nach Klasse auch verändert werden können. Es sollte gemeinsam entstehen. Sorgen Sie also für eine gewisse Dynamik. Sonst wäre das Unterrichtsgespräch ja auch gar nicht mehr nötig. Dann könnten Sie sich das Ganze auch gleich sparen und die von Ihnen gewünschte Lösung auch direkt präsentieren und abschreiben lassen. 

Organisation

Wie gesagt, sollte in ein gutes Tafelbild einige wohlüberlegte Vorarbeit fließen. Es sollte übersichtlich gestaltet werden, damit es nicht wie in dem nachfolgenden Bild aussehen muss. Helfen Sie Ihren Schülern*innen, das Angeschriebene auch dann noch nachvollziehen zu können, wenn die Stunde vorüber ist. 

Chaos an der Tafel

Dies geschieht idealerweise auch mit Unterstreichungen, Farben, Pfeilen und ähnlichem, die die Zusammenhänge oder Wichtiges deutlich hervorheben. Neben Gesagtem sollte auch auf Kleinigkeiten geachtet werden. Beispielsweise sollte auch die Überschrift nicht vergessen werden. Diese kann auch später eingefügt werden, was dann aber vorab deutlich gemacht werden sollte. Der Titel kann auch gemeinsam erarbeitet werden.

Die Bereiche

Idealerweise werden stets dieselben Bereiche der Kreidetafel für die immerwährend gleichen Aspekte genutzt. Jeder Bereich sollte seine eigene Rolle innehaben.

Der rechte Bereich

Im Fremdsprachenunterricht bietet es sich bei einer ausklappbaren Tafel beispielsweise an, den rechten Bereich für neue Vokabeln, die im Verlauf des Unterrichts aufkommen, zu nutzen. Diesbezüglich versieht man idealerweise schon vorab den Bereich mit einem diesbezüglichen Titel. Das kann zum Beispiel je nach Sprache schlichtweg „Vokabeln“ sein, „Neue Wörter“ oder ähnliches. Bereits vorab einen Titel zu notieren, zeigt auf jeden Fall, dass mehr Gedanken in die Verwendung dieses Mediums geflossen sind.

„Zwei Bereiche“

Die Mitte

Die Mitte bietet sich für die Sammlung von Schüler*innenantworten an. Es ist das Zentrum, welchem somit bedeutend mehr Aufmerksamkeit zukommen sollte. Gleichzeitig bietet dieser Bereich bei einer herkömmlichen Kreidetafel bedeutend mehr Platz. 

Der rechte Bereich

Der linke Bereich wird von manchen Lehrkräften für den Anschrieb der Struktur der jeweiligen Stunde ausgewählt. Für Menschen, die ähnlich wie ich, auf eine vorausgehende Inhaltsangabe der jeweiligen Stunde verzichten, um den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, kann dieser Bereich stattdessen auch mehr für Organisatorisches verwendet werden. (Selbstverständlich weiß ich, dass der Unterricht nicht immer sooo spannend ist und die Schüler*innen ein Unwissen vor Beginn der Unterrichtsstunde auch nicht unbedingt als extrem aufregend empfinden.)Beispielsweise notiere ich hier das Datum für den anstehenden Test. Alternativ kann dieser Bereich natürlich auch für den Anschrieb der Hausaufgaben verwendet werden. Gleichzeitig ist dies natürlich auch auf der Rückseite möglich und kann somit schon vorab notiert werden, sodass es dann am Stundenende schneller geht und die Tafelseite nur noch aufgeklappt werden muss. 

Die Rückseite

Die Rückseite kann des Weiteren auch hervorragend für das Üben von Vokabeln verwendet werden. Um hierfür einen Referenzpunkt zu haben und gleichzeitig zu kontrollieren, dass die neuen Begriffe auch gelernt wurden, können hier ein bis zwei Lernende zur Tafel gebeten werden. Sind es zwei, so stellen sich diese jeweils hinter einen der ausklappbaren Teile der Tafel. Während alle die jeweils zu notierenden Vokabeln in das Heft notieren, schreiben die beiden Lernenden die Antwort jeweils an ihren Bereich an. Am Ende wird dann im Plenum verglichen.

Mittel zum Zweck 

Die Tafel spielt zwar eine wichtige Rolle im Unterrichtsgeschehen, gleichzeitig sollte sie aber, wie gesagt, auch nicht als Selbstgänger missbraucht werden. Es ist nicht in jeder Stunde notwendig, wirklich alles zu verschriftlichen. Des Weiteren sollte auch darüber nachgedacht werden, ob die jeweilige Klassenstufe mehr oder weniger Stundenanschriebe benötigt. Gerade im Anfangsunterricht kann es wichtig sein, fast alles zu verschriftlichen. Bei den Oberstufenschülern*innen reicht es, sich hingegen nur noch auf das Zentrale zu fokussieren. 

Die Leere an der Tafel

Obwohl, wie gesagt, auch nicht alles an der Tafel notiert werden muss, sollte dennoch auch nicht zu wenig dort stehen. Ich erinnere mich diesbezüglich sehr gut an eine Situation als Schülerin. Wir hatten eine neue Biologielehrerin bekommen. Diese hatte zuvor an einer Universität gelehrt. Aus diesem Grund war sie es gewohnt, kaum etwas bis gar nichts an die Tafel zu schreiben. Für uns Mittelstufler*innen, die selbstverständlich nicht das Niveau und Wissen von Biologiestudenten*innen hatten, war dies sehr schwierig. Schließlich konnten wir uns nicht in dem Maße Notizen machen, wie dies an der Universität geschieht und oft auch Gang und Gebe ist.

Es zeigt sich darin also, dass die Tafel nicht einfach leer bleiben darf. Es gilt, das gesunde Mittelmaß zu finden. Wie das geschieht, ist gar nicht mal so schwer. Überlegt man sich vorab, was man in den Schüler*innenheften vorzufinden wünscht, dann zeigt sich bereits, was wirklich wichtig ist und was hingegen auch auf mündlicher Ebene verbleiben kann. Natürlich kann es schnell geschehen, dass wir alles als wichtig erachten. Schließlich unterrichten wir ja eigentlich nichts Überflüssiges, so möchten wir meinen. Dennoch zeigt sich bei genauer Überlegung, dass eben nicht alles auch auswendig gelernt werden muss. Die Tafel darf also auch nicht völlig überladen sein. 

Das Schriftbild 

Bevor man munter drauf losschreibt, sollte man sich auch Gedanken über das eigene Schriftbild machen. Es sollte zumindest einigermaßen leserlich sein. Ich kann mich diesbezüglich noch gut an folgenden Satz erinnern: „Oh, das kann man ja richtig lesen.“ Das war es, was ich einmal in einer neuen Klasse hinter meinem Rücken hörte, als ich das erste Mal dort anschrieb. Was sich hierin deutlich zeigt, ist, dass dies also nicht überall Voraussetzung ist. Es scheint rar zu sein.

Zwei Handschriften

Sollten Sie also nicht mit einer angemessenen Handschrift gesegnet sein, so empfehle ich zum einen, sich eine für den Unterricht passende Handschrift zuzulegen, vorausgesetzt Sie haben keinen Beamer zur Verfügung, wo Sie einfach am Computer schreiben können. Ich habe über die Jahre tatsächlich zwei verschiedene Handschriften entwickelt. Die eine ist die für meine privaten Aufzeichnungen und die andere ist die für den offiziellen Bereich. Hierzu zähle ich auch den Unterricht und die Korrektur von Klassenarbeiten bzw. Klausuren und ähnliches. Dies ist insbesondere bei jüngeren Jahrgängen wichtig, da diese bei Unleserlichem schnell etwas Falsches abschreiben. Ältere Jahrgänge hingegen begreifen tendenziell schneller, was dort zu stehen hat, da diesen die Satzstruktur bereits besser bekannt ist und diese einen größeren Wortschatz besitzen.

Unterstützung

Alternativ kann natürlich auch stetig jemand unter den Schülern*innen ausgewählt werden, der das Gesamtkonzept an der Tafel verschriftlicht. Hierzu warne ich jedoch, dass das gerne mal unendlich langsam vorangehen kann. Natürlich kann man auch einfach so schreiben wie immer, aber man riskiert nunmal eine größere Fehlerzahl in den Aufzeichnungen der Schüler*innen durch die Falschinterpretation der an der Tafel angeschriebenen Worte. Brauchen Sie selbst viel Zeit beim Anschreiben, um für eine ausreichende Leserlichkeit zu sorgen, so ist dies vielleicht gar nicht so schlecht, da so auch die langsamen Lernenden mitkommen und rechtzeitig mit dem Abschreiben fertig werden.

Die richtige Größe

Auch bei der Größe des Angeschriebenen sollte man sich darüber Gedanken machen, wieviel Platz wir wirklich brauchen. Sind Sie sich unsicher, so schreiben Sie vorab etwas an, solange Sie sich alleine im Raum befinden und gehen Sie an dessen Ende. Dann zeigt sich, welche Schriftgröße am einfachsten zu lesen ist. Die Buchstaben sollten nämlich nicht so riesig sein, dass kaum etwas angeschrieben werden kann. 

Zu viele Beiträge 

Raise those hands high

Ein Aspekt bezüglich der Tafelarbeit ist auch, dass mitunter viel zu viele Beiträge seitens der Schüler*innen erfolgen. Schreiben wir diese alle an, so riskieren wir eine übervolle Tafel mit eventuell redundanten Informationen. Bittet man die Klasse anschließend, dies alles abzuschreiben, so kann man sich bereits darauf einstellen, dass dies enorm viel Zeit in Anspruch nehmen wird. 

Hier empfiehlt es sich, die Antworten zu bündeln. Wem es nicht gelingt, sich alle gegebenen Antworten im Kopf zu merken, sollte man diese idealerweise auf einem separaten Blatt Papier notieren. Im Anschluss können diese dann sinnvoll kombiniert und dann erst verschriftlicht werden. Hierdurch wird auch vermieden, dass die Schüler*innen vorschnell das Angeschriebene abschreiben, was mitunter nicht wünschenswert ist.

Sollten hingegen die Antworten an der Tafel angeschrieben werden, um diese dann gemeinsam zu bündeln, so sollte den Lernenden vorab deutlich gemacht werden, dass das Geschriebene erst nach Abschluss der jeweiligen Unterrichtsphase in das Heft oder ähnlichem übertragen werden sollte. Denn sonst geschieht es wie so oft, dass manche schon vorab beginnen und sich dann (mitunter lautstark) beschweren, wenn daran etwas geändert wird. Insgesamt sollte in der Fremdsprache sowieso mehr im Anschluss an eine Phase abgeschrieben werden. Dies liegt daran, dass, lässt man Schüler*innen an der Tafel schreiben, immer die Möglichkeit für Fehler besteht, die bei einem vorschnellen Abschreiben mit übertragen würden. 

Haben Sie aber auch keine Angst davor, Schüler*innenantworten als falsch oder wiederholend zu bezeichnen. Gerade bei schwächeren Schülern*innen fällt es mir schwer, diesen signalisieren zu müssen, dass ihre Antwort uns nicht weiterhilft. Gleichzeitig ist es aber auch nicht sinnvoll, aus Nettigkeit bzw. der Motivation wegen etwas Unnötiges oder ein Wort zum Tafelbild hinzuzufügen. Es hilft den anderen Schülern*innen nicht und es zieht das Abschreiben nur unnötig in die Länge. 

Die Spracharbeit 

Wie im Abschnitt über die Einteilung der Tafel bereits erwähnt, sollte speziell im Fremdsprachenunterricht ein Bereich auch für die Spracharbeit mit eingeplant werden. Hierbei habe ich gelernt, dass dabei nie die deutsche Übersetzung mit aufgeführt werden sollte. Idealerweise schreibt man neben das neue Wort ein bereits bekanntes Synonym. Es kann aber auch ein Antonym verwendet, etwas gezeichnet oder eine kurze Erläuterung angeschrieben werden.

Wenn möglich, könnten schon vorab Wörter nachgeschaut werden, die eventuell von den Lernenden erfragt werden könnten. Das kann beispielsweise bei Materialien der Fall sein, die während einer Stunde zum Einsatz kommen sollen. So verhindert man, dass man in der Stunde endlos nach einem Synonym sucht. Denn nicht immer fällt uns das perfekte Wort ein, um eine endlos lange Erläuterung zu vermeiden. An sich ist dies kein Problem, aber es kann nur hilfreich sein, sich schon vorab einiges zu notieren.

Im Rahmen der Spracharbeit ist es an uns Lehrkräften, stetig für eine Lernsteigerung zu sorgen. Statt also einfach all das genau so zu notieren, wie es von den Schülern*innen gesagt wurde,  sollten wir also idealerweise eine bessere Formulierung verwenden, sollte dies möglich sein. Basisvokabeln können beispielsweise durch elaboriertere Wörter ersetzt werden. Bestenfalls handelt es sich hierbei um Begrifflichkeiten, die die Klasse bereits im eigenen Unterricht erlernt hat oder die erst kürzlich neu eingeführt wurden. Dadurch kann gezielt nachgefragt werden, welchen Begriff sie denn stattdessen noch kennen. So wird das neu Gelernte gleich wiederholt und kann sich hierbei noch besser verfestigen. 

Vorsicht Falle 

Ein Großteil meiner Schüler*innen hat bisher eine rege Begeisterung gezeigt, wenn sie etwas an die Tafel anschreiben können. Mitunter zeigen sie sich sogar enttäuscht, wenn ich die gegebenen Antworten selbst anschreibe. Aus diesem Grund empfehle ich gerade bei jüngeren Jahrgängen, diese auch immer mal wieder an die Tafel kommen zu lassen, um dort selbst etwas notieren zu können. Gleichzeitig ermöglicht es ihnen dadurch auch, sich etwas mehr zu bewegen. Schließlich sitzen sie schon genug. Zudem kann ihnen dies auch dabei helfen, ihnen die Angst davor zu nehmen, vor einer Klasse zu stehen.

So schön dies für die Schüler*innen auch sein mag, so liegen hierin jedoch auch zwei Probleme. Zum einen kann sich dieser Prozess ungeheuer hinziehen. Dadurch geht Zeit verloren, die eventuell an anderer Stelle und in einer anderen Phase kostbar sein könnte. Gleichzeitig tendieren unsere Schüler*innen jedoch auch zu Rechtschreib- oder Grammatikfehlern. Hierbei ist es wichtig, wie zuvor gesagt, ein verfrühtes Abschreiben zu verhindern, damit diese Fehler nicht unkorrigiert in das Heft übertragen werden. 

Es zeigt sich also erneut, dass auch hier zuvor gut überlegt werden sollte, wie idealerweise vorzugehen ist. Besteht die Zeit, die Schüler*innen selbst anschreiben zu lassen oder ist es zu bevorzugen, dass die Lehrkraft die Schüler*innenantworten überträgt? Diese Frage lässt sich bestenfalls anhand der eigenen Stundenplanung beantworten. Es kann jedoch auch spontan während des Unterrichtsgeschehens umentschieden werden, wenn sich die Zeit plötzlich wider Erwarten doch als zu knapp erweist.

Abschließend…

Es lässt sich festhalten, dass sich die herkömmliche Kreidetafel in vielerlei Hinsicht als ein zentrales Medium des Unterrichts zeigt. Aus diesem Grund sollte vorab gut überlegt werden, wie jeder einzelne Bereich der Tafel im eigenen Unterricht eingesetzt werden soll. Zudem sollte das gewünschte Tafelbild antizipiert werden, um nur das wirklich Wichtige an der Tafel stehen zu haben. So groß die Tafel in der Regel ist, so sehr sollte dennoch darauf geachtet werden, dass nur das Essenzielle dort erscheint. Das kann auch das Übertragen der Informationen in die Hefte beschleunigen.

Denn insgesamt sollte das Tafelbild ein Mittel zum Zweck sein, nämlich dem, die gewünschten Inhalte idealer zu vermitteln. Dabei darf es sich nicht als Zeiträuber erweisen. Überlegen Sie sich also vorab, wie Sie die Tafel einsetzen möchten und was mit dem Angeschriebenen erreicht werden soll. Derartige Vorüberlegungen helfen also deutlich, dieses Medium idealim eigenen Unterricht einzusetzen.

Abbildungsverzeichnis: