Es ist noch kein (Fremdsprachen-)Lehrer vom Himmel gefallen.

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Update: Kampf gegen das Chaos

Zählen der Stunden

Seit dem 07. November 2022 führe ich inzwischen bereits Buch darüber, wieviele Stunden ich wöchentlich für die Schule arbeite. Grund hierfür war meine Feststellung, dass ich derzeit einfach zu viel Zeit am Schreibtisch – sowohl in der Schule als auch zu Hause – zubringe. Bei meinen Berechnungen beziehe ich sowohl die Unterrichtsstunden mit ein als auch alle anderen mit Schulaufgaben zugebrachten Stunden. Und das Ergebnis gibt mir recht…

Erinnern Sie sich noch daran, dass ich in meinem Artikel „Ausnahmezustand – Das Arbeiten für die Schule hat Überhand genommen“ davon berichtete, dass ich in der Woche, in welcher ich mit dem Berechnen der Stunden begonnen habe, auf fast 60 (!) Stunden gekommen bin? In jenem Artikel hatte ich darüber geschrieben, dass ich hoffte, dass es in Zukunft weniger werden würde… Wie gesagt, „ich hoffte“…

Keine echte Besserung in Sicht

Bisher hat es – mit Ausnahme der Woche, in welcher die Weihnachtsferien begannen und in jener, in denen diese zu Ende gingen – keine Woche mehr gegeben, in welcher ich auf 40 Stunden gekommen bin. Das Wenigste waren seither 44 Stunden. Der Rest überschritt stets die 50. Auch in der letzten Woche war dies erneut der Fall. 

Für anderes außer Arbeit war da natürlich nur wenig Zeit. Darunter hatte auch Lærari zu leiden. Aus diesem Grund konnte der neue Artikel auch nicht in der vergangenen Woche online gehen. Die Schule hat mich und meine Zeit zu sehr in Beschlag genommen. 

Wie ich schon mehrmals berichtet habe, unterrichte ich derzeit 4,5 Stunden mehr als ich müsste und habe zwei Klassen mehr als im vergangenen Jahr. Grund hierfür war zum einen das Wegbleiben einer neuen Lehrkraft, zum anderen der ausbleibende Ersatz für diese. Die Schulleitung fand einfach niemanden und schien danach auch irgendwie keinerlei Interesse mehr daran zu haben… Also mussten wir anderen ran… Und daran hat sich bisher auch nichts geändert…

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Dennoch besteht noch Hoffnung. Die letzten Wochen habe ich viel versucht, mit meinen Unterrichtsvorbereitungen sowie der Erstellung von Überprüfungen wieder weit genug im Voraus zu sein, um auch mal durchatmen zu können. Derzeit habe ich das Gefühl, dass es mir so langsam gelingt. Die Liste der dringend zu erledigenden Dinge wird kürzer.

Richtig beruhigt fühle ich mich zwar noch nicht, obwohl ich es dürfte. Dennoch sieht es inzwischen besser aus. Oftmals variiert dieses Gefühl allerdings auch von Tag zu Tag. Dies liegt zumeist daran, wie gut ich an jenem Tag mit meinen Aufgaben vorangekommen bin. In der vergangenen Woche fühlte ich mich sehr schlapp und kam dadurch nur schlecht voran. Dementsprechend getrübt war mein Blick auf meine Arbeiten.

Abschließend…

Die vergangenen Wochen waren, wie man sich denken kann, nicht leicht bei all der vielen Arbeit. Doch, wie ich zuvor sagte, besteht noch Hoffnung, die Kontrolle über die Aufgaben wieder zurückzuerlangen. Meine Liste der dringend zu erledigenden Dinge wird kürzer. Die Beine hochlegen kann ich aber trotzdem nicht. Ob und wie gut ich wieder Herr der Lage werde, das wird sich je nachdem entscheiden, wie gut ich stetig weiterarbeite. Ich hoffe nur, dass ich bald mal wieder ein Wochenende haben werde, an welchem ich nicht täglich etwas für die Schule tun muss, um nicht völlig im Chaos zu versinken. Vielleicht ja das Nächste…?

Wie findet man als Lehrer*in Erholung?

Diese Frage treibt mich in letzter Zeit immer mehr um. Denn ich fühle mich permanent überarbeitet. Stets habe ich das Gefühl, nicht alles schaffen zu können. Immer bleibt noch etwas liegen. Meine To-do-Liste ist nie ganz abgearbeitet. Und solange ich nicht all diese Aufgaben erledigt habe, schaffe ich es auch nicht, mir Erholung zu gönnen. 

Der Gedanke „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ ist scheint‘s so stark in mir verankert, dass ich vor Beendigung der notwendigen Aufgaben keinerlei Freude zulassen kann. Die Schlussfolgerung ist: Wenn ich nicht alle Aufgaben geschafft habe, so wird aber auch keine Erholung zugelassen.

Abschalten, aber wie?

So kann es aber nicht weitergehen. Es ist klar, dass ich lernen muss abzuschalten. Ich bin mir bewusst, dass ich mir die nötigen Pausen zugestehen muss – egal, ob die Aufgaben alle erledigt sind oder nicht. Aber wie?

In vielen Artikeln habe ich über Methoden geschrieben, die für mehr Ruhe sorgen sollten. Nun aber, da ich mit deutlich mehr Stunden als in den Vorjahren und auch mehr Klassen zu kämpfen habe, schaffe ich es kaum noch, diese Strategien auch in die Tat umzusetzen. Speziell dann, wenn die letzten Noten eingetragen und die Zeugniskommentare geschrieben werden müssen. Viel zu oft fühle ich mich einfach nur noch ausgelaugt.

Kann bewusstes Planen helfen?

Diesmal kann ich deshalb nicht mit einer schlauen Idee aufwarten. Was einzig Sinn zu ergeben scheint, wäre ein stetiges Üben der Erholung. Ich muss lernen, bewusst Pausen zu machen. 

Da ich zuletzt mehr und mehr verlernt zu haben scheine, Pausen einzulegen und bewusst nicht an die Arbeit zu denken, scheint es mir ratsam, meine Zeit besser zu planen. Dabei gilt es speziell, Phasen der Erholung einzuplanen. An meinen unterrichtsfreien Tagen sollte ich klar festlegen, wann oder nach wie vielen Stunden ich eine Pause mache. Egal, ob ich mich gerade mitten in einem Arbeitsabschnitt befinde oder diesen gerade beendet habe.

Schließlich geht es hier um meine Gesundheit und mein Wohlbefinden.

Abschließend…

Ich bin mir dessen bewusst, dass ich (wieder) erlernen muss, für die notwendige Erholung zu sorgen. Der Beruf einer Lehrkraft ist nicht einfach und stiehlt viel Energie. Permanent nur zu arbeiten kann dabei schnell zu einem dauerhaften Erschöpfungszustand führen, schlimmstenfalls sogar zu Burnout. Es liegt somit in meinem eigenen Interesse, dies zu vermeiden.

Wie immer werde ich Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten. Schreiben Sie mir auch gerne Ihre Tipps, wie Sie für die nötige Erholung sorgen. Denn ich weiß nicht mehr wirklich weiter, wie ich endlich wieder für mehr Ruhe sorgen kann – und das nicht nur während der Ferien.

Die Weihnachtsfeiertage – Endlich Ruhe im Kopf

Abstand

Weihnachtsgrüße

Wie bereits aus meiner Willkommensseite hervorgeht, lebe und unterrichte ich in der Elfenbeinküste. Bisher bin ich zu den Weihnachtsfeiertagen aber stets wieder nach Deutschland gereist, um insbesondere meine Familie zu sehen. Zu den Feiertagen kommt noch ein weiterer festlicher Anlass im Anschluss daran hinzu: der Geburtstag meiner Großmutter. Zwar kommt diese Anzahl an Festlichkeiten mitunter einem Marathon gleich, der einem nicht wirklich viel Zeit für Ruhe gönnt. Dennoch merke ich, wie mir die Entfernung zur Schule gut tut.

Wer meinen Blog verfolgt, hat sicherlich mitbekommen, dass ich zuletzt übermäßig viel für die Schule tätig war (siehe hierzu zum Beispiel: „Ausnahmezustand – Das Arbeiten für die Schule hat Überhand genommen“ oder „Wie meine Woche war? Woher soll ich das wissen?“). Zu Höchstzeiten kam ich zuletzt auf 59 Stunden pro Woche. Aus diesem Grund war es wichtig für mich, einfach mal nichts für die Schule tun zu müssen.

Das Gedankenkarussell steht endlich still

Zu Beginn der Ferien hatte ich bisher oft Schwierigkeiten abzuschalten. Zu oft kreisten meine Gedanken um alles, was mit meiner Arbeit zusammenhängt. Glücklicherweise konnte ich dieses Mal mit Besteigen des Flugzeugs in Richtung Deutschland feststellen, wie das Gedankenkarussell der vergangenen Wochen endlich zum Stehen kam. Zuvor hatte ich tatsächlich noch überlegt, ob ich an Bord Dinge für die Schule vorbereiten könnte. So sehr wollte ich schon vorarbeiten. Doch eigentlich war es dringend nötig, mir Ruhe zu gönnen. 

Als ich also die Maschine bestieg, waren all die Gedanken an mögliche Vorbereitungen für die Schule zum Glück vorbei. Ich konnte mich der Vorfreude auf ein Wiedersehen mit der Familie und auf die Feierlichkeiten hingeben.

Inzwischen sind die Weihnachtstage zwar fast vorbei, dennoch merke ich, wie gut mir dieses totale Abschalten vom Schulalltag tut und getan hat. Selbst dann, wenn ich versuche, aktiv an liegengebliebene Schulaufgaben zu denken, gelingt mir dies derzeit nicht. Es ist, als würde durch die physische Distanz zwischen der Schule und mir auch eine psychische Distanz zwischen der Arbeit und mir geschaffen. Zudem hilft mir die physische Distanz zwischen der Schule und mir, auch meinen Schulstress zu verringern.

Keine Illusionen

Ich mache mir zwar inzwischen keinerlei Illusionen mehr, dass diese Verringerung des Stresses auch nach den Ferien noch länger anhalten könnte, da dies in der Vergangenheit kaum funktioniert hat. Dennoch bin ich mir sicher, dass mir dieser Abstand zur Schule und den dazugehörigen Aufgaben gut tut. Zwar klagen viele Menschen immer über den Stress, den das Weihnachtsfest und alle dazugehörigen Aufgaben mit sich bringen, aber für mich waren diese Tage bisher nur von Vorteil.

Abschließend

Zu guter Letzt lässt sich festhalten, dass es als Lehrkraft wichtig ist, immer auch mal Momente der Ruhe zu schaffen. Selbstverständlich weiß ich, dass dies oftmals nicht gelingt. Wenn es aber möglich ist, so sollte dies auch ausgiebig genossen werden. Zu viel Arbeit und zu viel Stress machen auf die Dauer ja auch krank. Ruhe beziehungsweise eine Phase der Stressreduzierung ist somit unerlässlich, um fit zu bleiben. Das kann ich schon allein deshalb bestätigen, weil ich durch die viele Arbeit zuletzt immer wieder von Infekten geplagt wurde (Nein, es war kein Corona.).

Ich hoffe auf jeden Fall sehr, dass Sie (zumindest) über die Feiertage etwas zur Ruhe kommen konnten. Und eventuell haben Sie ja auch einen Ratschlag, wie man in den Ferien gut abschalten kann!? Schreiben Sie mir gerne ihre Gedanken. Auch dann, wenn Sie keinen Rat parat haben. Ich würde mich sehr freuen.

Abbildungsverzeichnis:

Ausnahmezustand – Das Arbeiten für die Schule hat Überhand genommen

Im Ausnahmezustand. So und nicht anders kann ich mein Leben derzeit nur beschreiben. Der Duden definiert den Begriff Ausnahmezustand folgendermaßen: ein „außergewöhnlicher, unüblicher, eine Ausnahme darstellender Zustand“.

Worum es geht? Seit drei Wochen arbeite ich wöchentlich fast 60 (!) Stunden für die Schule. Sechzig Stunden!!! Da es aber bereits seit drei Wochen so geht, frage ich mich, ob man hier noch von einer Ausnahme sprechen kann. Denn ein Ende ist noch nicht wirklich in Sicht.

Auf die Dauer nicht möglich

Dass das alles zu viel ist, ist nur logisch. Das merke ich nicht nur an meinem derzeitigen dauerhaften Erschöpfungszustand. Wie es nicht anders sein konnte, haben sich nach einer Weile auch die ersten Krankheitssymptome bemerkbar gemacht. Seit vergangenem Samstag plage ich mich nun auch noch mit einem grippalen Infekt herum. Echte Zeit zum Ausruhen habe ich aber nur an jenem Wochenende gefunden. Danach hieß es dann auch schon wieder arbeiten, um all die zu erledigenden Dingen zu schaffen.

Gerade durch das Ende des Trimesters – Notenschluss war am vergangenen Sonntag – und die damit verbundene Arbeit wurde die Zeit nochmal doppelt anstrengend. Der Abschluss eines Trimesters bedeutet zum einen, die letzten Klassenarbeiten/Klausuren schreiben zu lassen und zu korrigieren sowie mündliche Noten zu verteilen – das wird nicht verlangt, ich tue es aber dennoch, um den Schülern*innen auch widerzuspiegeln, dass sich eine aktive mündliche Beteiligung und die im Unterricht erforderliche Aufmerksamkeit rechnen. Zum Anderen müssen auch Zeugniskommentare geschrieben werden. Und das für jede einzelne Person. Bei meinen derzeit 173 Schülern*innen nimmt auch dies natürlich sehr viel Zeit in Anspruch. 

Zu „guter“ Letzt folgen auf die Fertigstellung der Noten und der Zeugniskommentare auch noch die Zeugniskonferenzen. Anstatt diese um eine humane Zeit stattfinden zu lassen – schließlich soll man am nächsten Tag ja wieder unterrichten -, sind diese zwischen 17 und 20 Uhr anberaumt. Wer also Konferenzen von 19 bis 20 Uhr erwischt hat, ist echt gekniffen. Und wie konnte es nicht anders sein: Dieses Mal musste ich genau diesen Zeitraum erwischen…

Und dann ging gar nichts mehr

Am vergangenen Donnerstag fand ich mich also von 7 Uhr – Unterrichtsbeginn ist um 7:30 Uhr. – bis 20:15 Uhr in der Schule wieder. Um mit meinen Arbeiten voranzukommen, blieb ich in den freien Stunden in der Schule. Sowieso schon durch meinen grippalen Infekt gebeutelt, war ich abends natürlich ausgesprochen erschöpft. Dass wir Lehrkräfte aber auch ausreichend Zeit zum Ausruhen brauchen, scheint der Schulleitung nicht in den Sinn zu kommen.

Am Folgetag sollte ich also bereits wieder um 7:30 Uhr zum nächsten Unterricht antreten. Und dabei sind meine Freitage alle zwei Wochen sowieso viel zu lang: von 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr. An diesen Tagen habe ich nach der ersten Stunde eine und nach der dritten Freistunde noch einmal zwei Freistunden. Dennoch schlauchen diese Tage sehr. Auch gestern wäre dies so gewesen. Im Anschluss daran sollte ich jedoch auch noch an zwei Notenkonferenzen – von 18:00 bis 20:00 Uhr – teilnehmen.

Gestern wäre ich also 13 Stunden lang in der Schule geblieben. Ist das normal? Ich finde nicht.

Anscheinend empfand dies auch mein Körper so. Denn gestern, während der ersten Unterrichtsstunde, musste ich erschreckend feststellen, dass mit einem Mal mein Gesichtsfeld gestört war. An den Rändern bemerkte ich ein Flimmern und auch einige Sterne. Ich konnte den Unterricht dann noch zu Ende bringen und bin daraufhin in meiner Freistunde zur schuleigenen Krankenschwester. Diese hat mich daraufhin nach Hause geschickt, mit dem Rat, mich auszuruhen und einen Arzt aufzusuchen.

Es war also deutlich zu viel für meinen Körper. Bedeutsam war auch, dass ich mich trotz mehrfachen Schlafens an diesem Tag auch abends nicht besser fühlte. Wie hätte ich da noch bis um 20 Uhr aktiv in der Schule sein können?

Kein Wunder

Insgesamt ist es nicht verwunderlich, dass ich dieses Jahr soviel mehr mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen habe als im Vorjahr. Schließlich habe ich zwei Klassen mehr. Das bedeutet 4,5 Stunden mehr Unterricht pro Woche. Das macht einen deutlichen Unterscheid aus.

All die nötigen Arbeiten zu meiner persönlichen Zufriedenheit ausführen zu können, schaffe ich derzeit kaum.

Natürlich wird dieses Mehr an Arbeit bezahlt. Was bringt mir das aber, wenn ich gar keine Zeit habe, um dieses Geld auch auszugeben? An private Aktivitäten zu denken ist kaum noch möglich.

Heute fühle ich mich nur wenig besser als gestern. Ich hoffe, dass mich ein Ausruhen an diesem Wochenende wieder auf die Beine bringen wird. Zum Glück habe ich montags keinen Unterricht. Das verschafft mir drei Tage Wochenende.

Konsequenzen für Lærari

Insgesamt wünsche ich mir, wieder mehr Zeit für mich und meine Hobbys zu haben. Gleichzeitig habe ich aber das Gefühl, dass ich kaum gegen die Flut an Arbeiten ankomme.

Seit ich vor zwei Jahren mit dem Schreiben auf diesem Blog begonnen habe, ist es mir noch nie untergekommen, dass ich keine Zeit hatte, um einen Artikel zu schreiben und zu veröffentlichen.

Und dann kam dieses neue Schuljahr. Ich bin gefühlt am Dauerarbeiten. Und selbst die vergangenen Ferien haben mir nicht sonderlich geholfen, um Herr über meine Arbeiten zu werden.

Aus diesem Grund habe ich die vergangenen beiden Samstage das erste Mal seit Bestehen dieser Website keinen Artikel veröffentlicht. Ich arbeitete soviel, dass ich im Anschluss daran verständlicherweise keinerlei Energie und auch Muße mehr hatte, um einen Artikel schreiben zu können. Und das hat mir wehgetan. Denn, wie ich bereits in einem vorhergehenden Artikel beschrieb, tut mir das Schreiben auf Lærari gut (Lesen Sie hierzu: „Happy Birthday! – Lærari wird 2 Jahre alt!“). Es ist meine Zeit für mich. Und diese wurde mir durch das viele Arbeiten gänzlich genommen.

Abschließend…

Eigentlich sollte das Arbeiten doch dazu dienen, leben zu können. Denn wie heißt es noch so schön: Wir leben nicht, um zu arbeiten. Wir arbeiten, um zu leben. Derzeit sehe ich jedoch in meinem Leben eher das Gegenteil. Zeit für Privates habe ich in letzter Zeit kaum oder keine gehabt.

Licht am Ende des Tunnels sehe ich dabei auch nicht so wirklich. Denn, obwohl die Notenkonferenzen in der nächsten Woche vorbei sein werden, die zusätzlichen Unterrichtsstunden werden nicht verschwinden. Im Moment kann ich nicht sagen, wie sich das Schuljahr in der nächsten Zeit entwickeln wird. Ich möchte auch nicht mehr über meine Hoffnungen sprechen, denn so langsam gebe ich die Hoffnung auf, in Zukunft mehr Zeit für mich zu haben. Auf jeden Fall werde ich Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Happy Birthday! – Lærari wird 2 Jahre alt!

Kaum zu fassen, dass es schon zwei Jahre her ist

Alles Gute zum zweiten Geburtstag!

Begonnen habe ich diesen Artikel am 17.10.2022. An jenem Tag vor genau zwei Jahren habe ich hier auf Lærari.com meinen ersten Artikel „Muss ich als guter Lehrer mein eigenes Leben aufgeben? – Auf der Suche nach einem Ausweg“ veröffentlicht. Meine grundsätzliche Motivation, meine eigene Website zu erstellen rührte daher, dass ich als Junglehrerin stetig Neues lerne oder entdecke. Dies möchte ich gerne mit allen Lehrern*innen teilen. Einerseits besteht meine Hoffnung darin, ihnen ihren Arbeitstag durch meine Tipps erleichtern zu können, andererseits erhoffe ich mir aber auch einen regen Austausch. Denn gerade als Junglehrer*in kann man stetig etwas dazulernen. Doch auch als langgestandene Lehrkraft gibt es noch Neues zu entdecken.

Lærari für die mentale Gesundheit

Obwohl ich Lærari insbesondere für die Unterstützung von Lehrkräften – sowohl Neueinsteigern*innen als auch Alteingesessenen – und den regen Austausch mit diesen ins Leben gerufen habe, so hätte ich mir nie gedacht, was diese Website mir persönlich geben würde. Diese hilft mir nämlich, mir über mein eigenes Leben als Lehrkraft und meinen Arbeitsalltag besser im Klaren zu werden. Wenn ich einen Artikel verfasse, so ist dies meine Zeit für mich. Aus diesem Grund merke ich den deutlich positiven Einfluss, den Lærari auf meine mentale Gesundheit hat.

Zu Beginn hätte ich dies nicht gedacht, aber das Schreiben tut mir gut. Wo andere Menschen Tagebuch schreiben oder Journaling betreiben, da schreibe ich Artikel. Es bereitet mir soviel Freude, dass ich dies auf jeden Fall weiter tun werde. Nicht umsonst erfüllt mich dieser Geburtstag mit soviel Stolz und Freude, dass ich mich fühle, als wäre es mein eigener.

Der erhoffte Austausch ist zwar leider bisher – mit Ausnahme der Kommentare zweier Besucher*innen – ausgeblieben, aber ich mache weiter. Schließlich ist das Schreiben auf Lærari.com für mich zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden. Den mangelnden Austausch mache ich quasi durch meine Aktivität auf Twitter wieder wett (Kontakt: @lingualaerari), mit der ich im letzten Sommer begonnen habe. Dennoch träume ich nach wie vor von einer regeren Kommunikation auf Lærari.com.

Was mich Lærari im letzten Jahr gelehrt hat

Letztes Jahr habe ich in meinem Geburtstagsartikel von zehn Dingen berichtet, die ich während des ersten Jahres des Schreibens hier gelernt habe. Auch dieses Mal war dies mein Ziel. Doch beim Durchblättern meiner Artikel, die ich im vergangenen Jahr geschrieben habe, musste ich schockierenderweise feststellen, dass speziell ein Thema eine Hauptrolle spielte: meine Müdigkeit.

In so vielen Artikeln spreche ich davon, dass ich müde sei, was mich zu der Zeit auslaugte und wie ich versuchte, Herr der Dinge zu werden. 

Dies beweist, was ich zuvor geschrieben habe: Dank Lærari kann ich nachverfolgen, wie es mir geht, auch auf mentaler Ebene. Ich kann mir dadurch bewusster werden, was mich umtreibt.

Abschließend…

Und somit möchte ich diesen Artikel mit einem Vorsatz, nein eher einem Beschluss – da man Vorsätze ja meist doch nicht umsetzt – beenden: Ich möchte alles daran setzen, meine physische wie auch psychische Gesundheit zu einer Priorität zu machen. Dies ist im Schulalltag nicht leicht, aber, wie gesagt, zeigen mir die vielen Artikel zum Thema Müdigkeit und Stress des vergangenen Jahres deutlich, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. 

Und somit kann ich mich nur wiederholen: Ich hätte tatsächlich nicht gedacht, dass ich beim Schreiben von Artikeln nicht ausschließlich Worte zu Papier bringen, sondern auch etwas für mich persönlich tun würde.

Abbildungsverzeichnis:

Neues Schuljahr, neues Glück?!

Vor zwei Wochen hat nun das neue Schuljahr begonnen. Und natürlich sind die ersten Tage wie im Flug vergangen. Dabei war neben der Frage, ob die vor den Ferien für jede Lehrkraft vereinbarten Klassenstufen eingehalten werden würden, natürlich insbesondere der Stundenplan von Interesse.

Ich bin noch nicht bereit. – Von Ängsten und „Alltagsinseln“

Diese Woche ging bei mir, wie bei so vielen, das neue Schuljahr wieder los. Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels jedoch befinde ich mich noch in den letzten Zügen der Sommerferien, vor den ersten Terminen also. Zu Beginn der Woche führte ich meine Bestrebungen fort, die ersten Wochen zu planen, um nicht allzu gestresst zu sein, wenn es dann losgeht.

Ich merke aber deutlich, dass ich mich noch nicht bereit fühle. Vielleicht liegt dies auch daran, dass die Ferien mit zwei Monaten sehr lang waren. Das ist natürlich nicht negativ. Man gewöhnt sich dann aber schnell daran, in den Tag hineinleben zu können. Es wird einem ermöglicht zu entschleunigen.

Termine sind meist selbst auferlegt und können größtenteils nach dem eigenen Tempo erledigt werden. Möchte man an einem Tag lieber zu Hause bleiben oder lieber an die See fahren, so kann man dies in der Regel selbstbestimmt tun. Es gibt so gut wie keine Verpflichtungen mehr. Abschalten ist da mal richtig möglich. Wie ich allerdings auch in meinem Artikel „Endlich Ferien… und schon wieder vorbei“ beschrieb, war eine sofortige Erholung für mich nicht möglich. Geistig musste ich erst begreifen, dass ich mich nun entspannen durfte.

Endlich Ferien… und schon wieder vorbei

Warten auf die Ferien

Über Wochen habe ich nur auf die Sommerferien gewartet. Da ging es mir geradezu wie meinen Schülern*innen. Das Schuljahr war – wie wohl für alle anderen auch – anstrengend und ich brauchte einfach diese Zeit, in der ich fast ausschließlich nichts für die Schule tun musste. Nur ganz zu Anfang habe ich bereits Vorbereitungen für das kommende Schuljahr getroffen. In der Woche vor dessen Beginn werde ich meinen Unterricht noch intensiver vorbereiten. 

Erschöpfung und Müdigkeit 2.0 – Eine Ursachensuche

Die Ferien sind vorüber und die Erschöpfung ist da…

Gerade erst sind zwei Wochen Ferien vorübergegangen und man möchte meinen, dass ich nun ausgeruht und voller Energie in die letzte Phase des Schuljahres starten sollte. Dem ist jedoch nicht so. In der Regel schreibe ich meine Artikel donnerstags. Dabei handelt es sich um meinen freien Tag (abgesehen selbstverständlich von den Wochenenden). Während ich hier vor dem Laptop sitze, muss ich feststellen, wie erschöpft ich mich plötzlich fühle. Ich möchte mich eigentlich nur hinlegen und gar nichts tun. Woher kommt dies aber, wo doch gerade Ferien waren?

Zur Schule Pendeln – Lohnt sich das?

Wenn die Schule sehr viele Kilometer entfernt liegt…

Pendeln mit dem Zug

Sowohl während meiner Ausbildung zur Lehrerin als auch im Verlauf meiner bisherigen Karriere als Lehrperson habe ich bereits mehrfach das Pendeln dem Umzug in eine andere Stadt vorgezogen. Teil meines Lehramtsstudiums an der Universität Bremen war ein Praxissemester an einer dortigen Schule. Von Hamburg aus pendelte ich also stetig dorthin. Auch während meines Vorbereitungsdienstes pendelte ich hin und wieder zu meiner Ausbildungsstätte. Nach Abschluss meines Referendariats arbeitete ich nach meinem ersten Auslandsaufenthalt zeitweise in Niedersachsen und pendelte auch dorthin. Im Folgenden möchte ich von meinen Erfahrungen sprechen und wie ich aus meiner heutigen Sicht zum Pendeln zur Schule stehe. Dabei spreche ich hier mit Absicht nicht über das Pendeln als Student*in, da man hier kaum oder bedeutend weniger mit ernsthaften Konsequenzen rechnen muss, sollte man beispielsweise durch Zugprobleme zu spät kommen.

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