Als Lehrkraft liegt es mir selbstverständlich am Herzen, meinen Schülern*innen eine gute Bildung in meinen Fächern zu ermöglichen und ihnen möglichst viel beizubringen. Dies beschränkt sich natürlich nicht nur auf fachliche Inhalte, sondern bezieht sich insgesamt auf die Erziehung der Lernenden hin zu selbstständigen und respektvollen Menschen. Auch möchte ich meiner Schülerschaft über das bloße fachliche Wissen hinaus auch ein vermehrtes Weltwissen vermitteln. Hierfür gilt es, bei allen Schülern*innen ein möglichst großes Interesse zu wecken.

Dies ist jedoch nicht immer einfach. Schließlich haben wir keine homogene Gruppe vor uns sitzen, sondern haben es mit einer Vielzahl unterschiedlicher Lernender zu tun. Ich spreche hierbei aber nicht nur von unterschiedlichen Herkunfstländern, Kulturen und Geschlechtern. Es geht ganz einfach auch um unterschiedliche Charaktere und Interessen.

Abwechslung – das Wie

Um in unseren bekanntlich heterogenen Klassen also so weit es geht ein Interesse bei allen Schülern*innen zu wecken, gilt es, gut auf die Klasse einzugehen. Neben der Auswahl der thematischen Inhalte, gilt es auch, wohl bedacht in der Auswahl der Materialien vorzugehen. Zur Steigerung des Interesses, sollte man auf abwechslungsreiche Materialien zurückgreifen.

Es ist deutlich spürbar, wie das Desinteresse sich unter den Schülern*innen ausbreitet, wenn diese stetig das gleiche Format vorgesetzt bekommen. Aus diesem Grund ist es gut, stetig zwischen den Formaten zu variieren, zum Beispiel Text- und Audio-/Videoformaten. Des Weiteren ist es essentiell, nicht immer nur Informatives zu verwenden. Beispielsweise lässt sich auch Literarisches mit einbinden.

Behandelt man beispielsweise das Thema „industrielle Revolution“, so lässt sich neben informativen Texten über das Leben in der Fabrik etc. auch ein Ausschnitt aus einem Roman behandeln, der diese Zeitperiode thematisiert. Ein Beispiel ist Charles Dickens‘ Roman Oliver Twist, der das Thema „industrielle Revolution“ aus einer ganz anderen Perspektive beleuchtet als informative Texte. 

Weitere Formate sind Zeitungsausschnitte, Interviews – sowohl schriftliche als auch auditive -, Podcasts etc., die für stete Abwechslung sorgen. Des Weiteren kann auch gut mit Liedern gearbeitet werden. Selbstverständlich gibt es noch viele andere Formate.

Abwechslung – das Warum

Wie ich bereits in meinem Artikel über das Classroom Management ausgeführt habe, hat die Vielzahl der heutigen Medien einen großen Einfluss auf unsere Schülerschaft. Diese ist leider nicht unbedingt von vorteilhafter Natur. So sind die Schüler*innen durch die bunte Welt des Internets stark an den Abwechslungsreichtum gewöhnt, den diese bietet. Dadurch hat sich deren Konzentrationsfähigkeit spürbar reduziert. Herkömmliche Unterrichtsweisen entsprechen dem somit nicht länger. Damit sind wir Lehrkräfte automatisch dazu aufgefordert, dem veränderten Kontext zu entsprechen. Auch aus diesem Grund ist es somit notwendig, den eigenen Unterricht so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. 

Des Weiteren erachte ich es auch wichtig, ein Thema auf verschiedene Art und Weise zu behandeln. Grund hierfür ist, dass sich hierdurch das neue Wissen besser im Gehirn verankern lässt. Dies lässt sich mit dem Erlernen einer Vokabel vergleichen. Dies sollte auch möglichst vielfältig erfolgen, um das Wort besser mit dem Vorwissen verbinden zu können. Dadurch steigert sich die Wahrscheinlichkeit des Behaltens erheblich. Dies gilt, wie gesagt, auch im Bereich der Themenbearbeitung. Dies ist gerade dann der Fell, wenn sich eine Art der Themenbearbeitung mit dem deckt, was bereits im Gehirn der/des Schülers*in vorhanden ist. 

Abschließend

Abschließend lässt sich noch einmal festhalten, dass wir unseren Unterricht so abwechslungsreich wie möglich gestalten sollten. Das liegt an dreierlei Gründen. Einerseits begründet sich dies in der Heterogenität der Schülerschaft. Des Weiteren liegt dies an deren tendenziell reduzierten Konzentrationsfähigkeit durch die sehr bunten Formen der Medien, die diese privat konsumieren. Zuletzt steigert eine vielfältige Bearbeitung eines Themas die Wahrscheinlichkeit des Behaltens der Inhalte. 

Außerdem, sind wir mal ehrlich, mögen wir selbst ja schließlich auch Abwechslung. Auch bei mir kommt nämlich doch so nach und nach eine gewisse Langeweile auf, wenn ich stets das selbe unterrichte und dies vielleicht sogar noch auf die selbe Art. 😉