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Eat that Frog!-Cover

Fortsetzung meiner vierteiligen Zusammenfassung des Hörbuchs Eat that frog! 21 great ways to stop procrastinating and get more done in less time von Brian Tracy (Die deutsche Übersetzung ist unter dem Titel Eat that frog! 21 Wege, wie Sie in weniger Zeit mehr erreichen erschienen.). Die Übersetzungen aus der englischen Sprache sind meine eigenen. Hier folgt nun der dritte Teil meiner Zusammenfassung.

Kapitel acht: Bereiten Sie sich gründlich vor, bevor Sie beginnen

„Simplify your Schreibtisch“

Einer der besten Wege, um Prokrastination zu überwinden und mehr Dinge schneller zu bewältigen, ist, alles griffbereit zu haben, bevor Sie beginnen. Räumen Sie Ihren Arbeitsplatz auf. Haben Sie nur eine Aufgabe vor sich liegen. Tragen Sie alle Informationen, Berichte, Details, Blätter und Arbeitsmaterialien zusammen, die Sie benötigen werden, um diese eine Aufgabe zu erledigen. Haben Sie all dies bereitliegen, sodass Sie darauf zugreifen können, ohne aufzustehen oder sich viel bewegen zu müssen. Ist dies der Fall, so brauchen Sie nur einen kleinen mentalen Anreiz, um mit Ihren wertvollsten Aufgaben loszulegen.


Ich kann dies absolut bestätigen: Habe ich eine Aufgabe für die Schule zu erledigen, so kann mich schon die kleinste Recherche diesbezüglich völlig aus dem Trott bringen. Denn schließlich bin ich durch den Gang in das Internet oder in einen anderen Raum, um weitere Materialien zu holen, schnell abgelenkt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich meine eigentliche Aufgabe in der gewünschten Zeit erledigen kann, sinkt dadurch erheblich. Auch wenn ich am Folgetag Anrufe zu erledigen habe, so suche ich mir bereits am Vortag die nötigen Kontaktadressen heraus. Tue ich das erst am Folgetag, dann kann mich schon die Recherche nach Telefonnummern schnell von der eigentlichen Aufgabe ablenken, da das Internet nunmal viele Ablenkungsmöglichkeiten bietet.


Kapitel neun: Machen Sie Ihre Hausaufgaben

Der amerikanische Autor Augustine „Og“ Mandino schrieb einst: „Die einzig sichere Methode zum Erfolg ist die, mehr und besseren Service zu liefern, als von Ihnen erwartet wird, egal um welche Aufgabe es sich handelt.“ (Original: „The only certain means of success is to render more and better service than is expected of you, no matter what your task may be.“)

Machen Sie Ihre Hausaufgaben, sprich lernen Sie, was nötig ist, sodass Sie Ihre Arbeit auf exzellente Weise ausführen können. Ein zentraler Grund für das Aufschieben ist ein Gefühl von Mangelhaftigkeit, mangelndem Selbstvertrauen und Unfähigkeit in einem zentralen Bereich einer Aufgabe. 

Versuchen Sie somit kontinuierlich, Ihre Fertigkeiten in Ihren wesentlichen Ergebnisbereichen (siehe Kapitel sechs in Teil II) zu verbessern. Sind wir uns dessen bewusst, dass wir eine Aufgabe gut erledigen können, so fällt es uns erheblich leichter, mit dieser zu beginnen und sie nicht länger aufzuschieben. Alles, was andere erlernt haben, können Sie in der Regel ebenfalls lernen. So nennt der Autor beispielsweise das Erlernen des Zehnfingersystems als eine enorme Hilfe, um schneller zu schreiben, egal in welchem Bereich.

Brian Tracy rät, täglich für ca. 30 bis 60 Minuten zum eigenen Arbeitsfeld zu lesen. Weiterhin empfiehlt er den Besuch von Kursen oder Seminaren, das Anhören von Hörbüchern oder ähnlichem, um Ihnen zu mehr Kompetenz zu verhelfen. Widmen Sie sich dem Ziel, einer der sachkundigsten und kompetentesten Menschen in Ihrem Feld zu werden. Entscheiden Sie, lebenslang in Ihrem Bereich zu lernen.

Kapitel zehn: Setzen Sie Ihre besonderen Talente wirksam ein

Vergessen Sie nicht, dass Sie außergewöhnlich sind. Sie haben besondere Talente und Fähigkeiten, die Sie von allen anderen Personen unterscheiden. Identifizieren Sie diese und widmen Sie sich dem Ziel, ausgezeichnet in diesen zu werden. Was können Sie besonders gut? Was fällt Ihnen leicht, was sich für andere Menschen als schwierig erweist? Gleichzeitig nennt Tracy auch folgende Fragen: Wenn Sie jeglichen Beruf ausführen könnten und nicht auf das Geld angewiesen wären, welcher wäre dies?

Der Autor meint, dass wir in der Regel die Aufgaben besonders genießen, in denen wir besonders gut sind. Stellen Sie sich also die Frage, welchen Frosch Sie am meisten genießen zu „essen“. Sie können nicht alle Dinge tun, aber Sie können die wenigen tun, in denen Sie herausstechen und die wirklich einen Unterschied ausmachen können. 

Kapitel elf: Identifizieren Sie Ihre Haupthemmnisse

Hemmnisse

Was immer Sie tun, es gibt immer einen limitierenden Faktor. Dieser entscheidet darüber, wie schnell und wie gut Sie etwas tun. Identifizieren Sie diesen Faktor in Ihrem Inneren und beheben Sie ihn. Dabei kann es sich um eine Person handeln, deren Hilfe oder Entscheidung Sie benötigen. Es kann aber auch eine Ressource sein, die Sie brauchen oder aber eine Schwachstelle in einem Bereich Ihres Betriebs oder etwas ganz anderes.

Die 80/20-Regel (siehe Kapitel drei in Teil II) lässt sich auf diese Hemmnisse in Ihrem Leben und in Ihrer Arbeit anwenden. Gemeint ist, dass 80% der Faktoren, die Sie davon abhalten, Ihre Ziele zu erreichen, internal sind. Lediglich 20% dieser limitierenden Faktoren liegen außerhalb Ihrer selbst. Analysieren Sie dies genau. Manchmal kann es bereits eine Kleinigkeit sein. Übernehmen Sie volle Verantwortung und schauen Sie genau auf Ihre eigene Arbeitsweise, um nach der Ursache und einer möglichen Behebung des Problems zu schauen. 

Kapitel zwölf: Erledigen Sie es ein Ölfass zur Zeit*

Schritt für Schritt

Einer der besten Wege, um Prokrastination zu überwinden ist es, Ihren Blick von der großen Aufgabe loszulösen und sich lieber auf eine kleine Tätigkeit zu konzentrieren, die Sie in Angriff nehmen können. So sagte der chinesische Philosoph Konfuzius: „Auch eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt.“ Es kann helfen, wenn Sie eine Liste mit allen Schritten erstellen, die benötigt werden, um eine Aufgabe zu vollende. Beginnen Sie dann mit der ersten Aufgabe und beenden Sie einen Punkt nach dem anderen auf Ihrer Liste.

Der Autor nennt folgende Beispiele: Finanzielle Unabhängigkeit wird dadurch erfüllt, dass Sie jeden einzelnen Monat und dies Jahr für Jahr etwas Geld sparen. Gesundheit und Fitness werden erreicht, indem weniger gegessen wird und man sich mehr bewegt und dies Tag für Tag und Monat für Monat. 


Dieses hier beschriebene Gefühl kann sich beispielsweise einstellen, wenn die erste Klassenreise geplant werden soll. Es gibt so viele Punkte zu beachten. Macht man sich jedoch eine Liste mit wirklich allen Aufgaben, die eine derartige Planung beinhaltet, so können diese besser in Angriff genommen werden und wirken nicht mehr so erschlagend. 


* In der Kapitelüberschrift bezieht Tracy sich auf einen Bereich in der Sahara, wo ein Weg mit Ölfässern markiert wurde und man stets nur bis zum nächsten Fass sehen konnte.

Kapitel dreizehn: Üben Sie Druck auf sich selbst aus

Zu viele Menschen warten darauf, dass jemand kommt und sie motiviert, um der Typ Mensch zu sein, den sie sich erträumen. Das Problem ist aber, dass niemand kommen wird, um Sie zu retten. Wenn sie also ihr Leben nicht selbst in die Hände nehmen, werden sie ewig warten. Üben Sie also Druck auf sich selbst aus. Wählen Sie Ihre eigenen Frösche und „verspeisen“ Sie diese dann in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit. Die Standards, die Sie für Ihre eigene Arbeit und Ihr eigenes Verhalten setzen, sollten höher sein, als jemand anderes dies für Sie könnte.


Ich bin zwar damit einverstanden, dass wir uns selbst motivieren müssen anzufangen und nicht darauf warten sollten, dass jemand dies an unserer Stelle tut. Gleichzeitig finde ich den letzten Satz doch etwas bedenklich. Wenn ich daran denke, wieviele Lehrkräfte an Burnout leiden, speziell weil sie sich viel zu hohe Standards gesetzt haben. Klar sollten wir von uns selbst einen sehr guten Job erwarten können, aber es sollte nicht ins Extreme gehen.


Als hätten Sie nur einen Tag…

Beginnen Sie beispielsweise etwas früher, arbeiten Sie ein wenig härter und bleiben Sie ein wenig länger. Suchen Sie stetig nach Wegen, um noch etwas mehr zu tun als verlangt. Einer der besten Wege, um Prokrastination zu überwinden, ist der, so zu arbeiten, als hätten Sie nur einen Tag, um all Ihre wichtigsten Aufgaben zu erledigen, bevor Sie die Stadt für einen Monat verlassen. Überlegen Sie sich, welche Aufgaben Sie unbedingt erledigt haben wollten, um in Ruhe fahren zu können. 

Idealerweise setzen Sie sich selbst Fristen für jede Aufgabe und Aktivität. Erstellen Sie Ihr eigenes System, dass Sie zum Arbeiten zwingt. Notieren Sie sich beispielsweise jeden Schritt einer großen Aufgabe oder eine großen Projekts, bevor Sie beginnen. Entscheiden Sie daraufhin, wie viele Minuten und Stunden Sie benötigen werden, um jede Phase zu beenden. Organisieren Sie Ihren Kalender sowohl für einen Tag als auch für eine Woche, sodass Sie stetig Zeitfenster kreieren, während derer Sie ausschließlich an diesen Aufgaben arbeiten. 

Kapitel vierzehn: Maximieren Sie Ihre persönlichen Kräfte

Maximieren Sie Ihre Kraft!

Um Ihre Performanz und Produktivität hoch zu halten sollten Sie stetig über Ihre Energiereserven wachen. Die Energie zieht Ihr Körper aus Essen, Wasser und Ruhe. Sind Sie vollkommen ausgeruht, so können Sie ein Vielfaches von dem erreichen, was Sie im müden Zustand schaffen würden. Nach etwa acht oder neun Stunden Arbeit beginnt Ihre Produktivität zu sinken. In der Regel schaffen Sie stetig weniger in immer mehr Zeit, wenn Sie noch lange in der Nacht arbeiten. Je müder Sie sind, desto schlechter wird Ihre Arbeit und je mehr Fehler machen Sie. Es ist wie eine Batterie, die entladen ist. 

Sie haben bestimmte Momente am Tag, an denen Sie am besten sind. Identifizieren Sie diese und verwenden Sie sie für Ihre wichtigsten und anspruchsvollsten Aufgaben. 


Dies ist natürlich im Lehrberuf leider nur selten möglich. Wenn Sie jedoch die Chance haben, Ihren Stundenplan derartig einzuteilen oder diesbezüglich Wünsche vor der Erstellung der Stundenpläne auszusprechen, so wäre dies natürlich ideal.


Ein zentraler Grund für Prokrastination ist Erschöpfung oder der Versuch, eine Aufgabe im müden Zustand zu starten. Hören Sie lieber auf, anstatt sich unter Druck zu setzen. Starten Sie besser am Folgetag mit voller Kraft durch.

Ein arbeitsfreier Tag pro Woche

Tracy empfiehlt, einen Tag pro Woche für sich selbst zu reservieren. An diesem Tag tun Sie dann nichts berufsbezogenes, sondern ausschließlich Aktivitäten, die Ihrem Gehirn erlauben, seine Batterien komplett aufzuladen. Wenn Sie an fünf Tagen früh aufstehen, an den Wochenenden ausschlafen und einen Tag pro Woche komplett von der Arbeit Abstand nehmen, wird Ihnen dies bedeutend mehr Energie verschaffen. Die zusätzliche Energie wird es Ihnen erlauben, Prokrastination zu überwinden und sich besser und schneller mit Ihren Hauptaufgaben zu beschäftigen.


Ebendies ist oftmals ein störender Faktor für Lehrkräfte. Allzuoft haben wir gar nicht die Möglichkeit, einen ganzen Tag lang nichts für die Schule zu machen. Stetig gibt es etwas zu tun. Gerade die Fristen für die Korrektur von Abiturklausuren ist ausgesprochen kurz gesetzt. Dennoch sollten auch wir versuchen, so viel wie möglich darin zu investieren, unsere Energiereserven wieder aufzufüllen. Sonst ist man sehr schnell ausgebrannt.


Unser Essverhalten

Neben dem nötigen Schlaf sollten wir auch auf unser Essverhalten achten. Tracy empfiehlt, den Tag mit einem Frühstück zu beginnen, welches aus viel Eiweiß, wenig Fett und wenig Kohlenhydraten besteht. Mittags rät er, Salate mit Fisch oder Hühnchen zu essen. Zucker, Salz, Weißmehlprodukte und Desserts sollten vermieden werden. Genau das Gleiche gilt für Softdrinks und Schokoriegel oder Gebäck. Ernähren Sie sich so, wie Sie dies mit einem Weltklasse-Athleten vor einem Wettkampf tun würden. In gewissem Maße sind Sie dies auch, bevor Sie täglich mit der Arbeit beginnen. Indem Sie sich fettarm und gesund ernähren, regelmäßig Sport treiben und sich ausreichend ausruhen, können Sie mehr und bessere Arbeit erledigen und dies leichter und mit größerer Zufriedenheit. 


Den Aspekt des Superathleten finde ich tatsächlich ausgesprochen interessant. Wenn wir uns vor Augen halten, wie viel wir Lehrkräfte an Energie für die Schule aufbrauchen, so kann man das schon als Spitzensport betrachten. Da ist es tatsächlich nötig, uns auch dementsprechend zu ernähren. 


Literaturnachweise:

Abbildungsverzeichnis