Die 100

In dieser Woche wäre bei all dem Trubel, den ein neues Schuljahr so mit sich bringt, beinahe eine wichtige Zahl untergegangen: die 100 nämlich.

Denn bei diesem Blogbeitrag handelt es sich um meinen 100. Artikel! In Worten „einhundert“! So viele Artikel habe ich hier auf Lærari bereits veröffentlicht. Und um ehrlich zu sein, macht es mich schon ein wenig stolz, dass ich es bis zu dieser Nummer geschafft habe.

Als ich am 17.10.2020 meinen ersten Artikel hier veröffentlicht habe, hätte ich mir nicht zu träumen erhofft, diese Anzahl zu erreichen. Schließlich ist hierfür Durchhaltevermögen vonnöten. Mal mehr und mal weniger. Gerade in Zeiten, in denen in meinem Leben besonders viel Durcheinander vorherrscht(e) und ich sehr viel zu tun habe/hatte, war und ist es nicht immer einfach, sich dennoch hinzusetzen und einen neuen Blogbeitrag zu schreiben und anschließend zu veröffentlichen.

Was ich gelernt habe

Was ich neben all den Dingen, von denen ich bisher berichtete, gelernt habe, ist, dass ich in der Lage bin durchzuhalten. Ich besitze die nötige Resilienz, also die psychische Widerstandskraft, um mich auch in stressigen Situationen nicht aus der Bahn werfen zu lassen.

Residenz

Obwohl es sich bei meinem Schreiben auf Lærari um ein Hobby handelt, habe ich selbstverständlich auch mal mit Zweifeln umzugehen. Gerade dann, wenn niemand die eigenen Ideen liest oder zumindest kaum Feedback zurückkommt, kann man schnell gewillt sein aufzugeben.

Glücklicherweise habe ich dem Gedanken nicht nachgegeben. Ich habe weitergemacht und kann mit einem gewissen Gefühl von Stolz und insbesondere einem großen Glücksgefühl auf diese Zahl blicken.

Die Ansprüche an sich selbst

Meine Zweifel resultieren allerdings nicht nur aus einer mangelnden Rückmeldung. Auch empfinde ich diese, wenn ich selbst meinen persönlichen Ansprüchen nicht entspreche.

Mein Wunsch ist es, gut recherchierte und profunde Artikel zu veröffentlichen. 

Stattdessen beruhen viele davon aber insbesondere auf meinen eigenen Erfahrungen als Lehrerin.

Die Problematik ist dabei nämlich leider, dass mir bei einem Vollzeitjob als Lehrkraft oftmals die nötige Zeit fehlt, um ausgedehnte Recherchen zu betreiben.

Deshalb bin ich nicht mit allen meinen Artikel vollkommen zufrieden.

Auch aus diesem Grund bin ich glücklich, dass ich den Zweifeln kein Gehör geschenkt und weitergemacht habe. 

Ich habe mir die Devise zu eigen gemacht, dass es eher darum geht, stetig zu veröffentlichen, anstatt nach der Perfektion zu streben.

Zudem bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass ich den Spaß nicht verlieren darf. Es darf mich neben meiner Lehrtätigkeit nicht noch zusätzlich auslaugen.

Wenn ich also ausreichend Zeit habe, so betreibe ich (intensivere) Recherchen. Habe ich aber nur wenig Zeit zur Verfügung, so tue ich das, was ich in dieser eben machen kann.

Diese Denkweise hilft mir, um nicht noch zusätzliche Zweifel anzuhäufen.

Eine Konstante

Als ich noch am Anfang meines Schreibens auf Lærari stand und ich so langsam begann, Freunden und Verwandten von meiner Website zu erzählen, kamen, wie man sich vorstellen kann, nicht von allen Seiten ausschließlich positive Reaktionen. 

Unter anderem wurde ich die Frage aufgeworfen, was das denn bringen solle.

Dabei könnte ich gut die Gegenfrage stellen, warum es denn immer etwas bringen muss. Wieso muss ich denn etwas rechtfertigen, was mir Spaß macht? Solange ich es nicht als Belastung empfinde und ich Freude daran habe, finde ich es durchaus legitim weiterzumachen. Sowieso sollte es eigentlich nicht nötig sein, seine Entscheidungen für das Ausführen eines Hobbys begründen zu müssen.

Im Sturm

Und inzwischen hat sich mein Schreiben hier auch als eine gewisse Konstante in meinem Leben erwiesen. Bei all dem Trubel, den der Alltag als Lehrkraft mit sich bringt oder zumindest mit sich bringen kann, hat sich Lærari für mich als eine Art Ruhepol erwiesen.

Ich kann einfach mal zur Ruhe kommen und mich auf mich selbst besinnen. Ohne Hektik und ohne Stress.

Es ist die Zeit, in welcher ich über Erlebnisse und Erlerntes der vergangenen Zeit reflektieren kann. Oftmals hilft es mir auch, meine Gedanken zu ordnen.

Lærari tut mir gut. Das kann man schon sagen.

Und aus diesem Grund werde ich, allen Unkenrufen zum Trotz, das Schreiben hier auch garantiert nicht aufgeben. Solange ich etwas zu sagen habe und Spaß dabei empfinde, werde ich weitermachen.

Fazit

Lærari hat mir somit in vielerlei Hinsicht gezeigt – und tut dies auch noch -, wie sehr das Verfassen und Veröffentlichen von Artikeln nicht nur von Interesse für die Leserschaft ist, sondern auch oder insbesondere für den/die Schreiber*in. Das regelmäßige Schreiben tut mir gut und gibt mir die gewisse Ruhe, die in meinem Arbeitsalltag als Lehrerin oft nicht gegeben ist.

Zusätzlich wurde mir vor Augen gehalten, dass ich durchaus in der Lage bin, entmutigende Kommentare und Selbstzweifel zu überwinden und einfach weiterzumachen. Bis zu dem Punkt, dass ich den Meilenstein der 100 Artikel erreicht habe. Und obwohl ich nicht immer hundertprozentig mit meinen Texten zufrieden bin, möchte und werde ich weitermachen. Solange Lærari mir Freude bereitet und ich etwas zu sagen habe, werden Sie hier auch in Zukunft wöchentlich etwas von mir hören.

Abbildungsverzeichnis:

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