Bevor ich auf das eigentliche Anliegen meines Artikels zu sprechen komme, benötigt es zunächst einer Begriffsbestimmung des im Titel erwähnten „Impostor Syndroms“. Es gibt selbstverständlich eine Vielzahl an Definitionen zu dem Thema. Die folgende erscheint mir dennoch am präzisesten und aufgrund der Quelle am passendsten, obwohl die Begrifflichkeit eine andere ist (Impostor-Phänomen statt Syndrom):

„Das Impostor-Phänomen, auch als Hochstapler-Syndrom bzw. Hochstapler-Phänomen oder Betrüger-Phänomen bezeichnet, ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Betroffene unfähig sind, ihre Erfolge zu internalisieren. Trotz offensichtlicher Beweise für ihre Fähigkeiten sind die Betroffenen davon überzeugt, dass sie ihren Erfolg erschlichen […] und diesen nicht verdient haben. Von anderen als Erfolge angesehene Leistungen werden von den Betroffenen mit Glück, Zufall oder mit der Überschätzung der eigenen Fähigkeiten von anderen erklärt“ (Stangl, 2021).