Zählen der Stunden

Seit dem 07. November 2022 führe ich inzwischen bereits Buch darüber, wieviele Stunden ich wöchentlich für die Schule arbeite. Grund hierfür war meine Feststellung, dass ich derzeit einfach zu viel Zeit am Schreibtisch – sowohl in der Schule als auch zu Hause – zubringe. Bei meinen Berechnungen beziehe ich sowohl die Unterrichtsstunden mit ein als auch alle anderen mit Schulaufgaben zugebrachten Stunden. Und das Ergebnis gibt mir recht…

Erinnern Sie sich noch daran, dass ich in meinem Artikel „Ausnahmezustand – Das Arbeiten für die Schule hat Überhand genommen“ davon berichtete, dass ich in der Woche, in welcher ich mit dem Berechnen der Stunden begonnen habe, auf fast 60 (!) Stunden gekommen bin? In jenem Artikel hatte ich darüber geschrieben, dass ich hoffte, dass es in Zukunft weniger werden würde… Wie gesagt, „ich hoffte“…

Keine echte Besserung in Sicht

Bisher hat es – mit Ausnahme der Woche, in welcher die Weihnachtsferien begannen und in jener, in denen diese zu Ende gingen – keine Woche mehr gegeben, in welcher ich auf 40 Stunden gekommen bin. Das Wenigste waren seither 44 Stunden. Der Rest überschritt stets die 50. Auch in der letzten Woche war dies erneut der Fall. 

Für anderes außer Arbeit war da natürlich nur wenig Zeit. Darunter hatte auch Lærari zu leiden. Aus diesem Grund konnte der neue Artikel auch nicht in der vergangenen Woche online gehen. Die Schule hat mich und meine Zeit zu sehr in Beschlag genommen. 

Wie ich schon mehrmals berichtet habe, unterrichte ich derzeit 4,5 Stunden mehr als ich müsste und habe zwei Klassen mehr als im vergangenen Jahr. Grund hierfür war zum einen das Wegbleiben einer neuen Lehrkraft, zum anderen der ausbleibende Ersatz für diese. Die Schulleitung fand einfach niemanden und schien danach auch irgendwie keinerlei Interesse mehr daran zu haben… Also mussten wir anderen ran… Und daran hat sich bisher auch nichts geändert…

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Dennoch besteht noch Hoffnung. Die letzten Wochen habe ich viel versucht, mit meinen Unterrichtsvorbereitungen sowie der Erstellung von Überprüfungen wieder weit genug im Voraus zu sein, um auch mal durchatmen zu können. Derzeit habe ich das Gefühl, dass es mir so langsam gelingt. Die Liste der dringend zu erledigenden Dinge wird kürzer.

Richtig beruhigt fühle ich mich zwar noch nicht, obwohl ich es dürfte. Dennoch sieht es inzwischen besser aus. Oftmals variiert dieses Gefühl allerdings auch von Tag zu Tag. Dies liegt zumeist daran, wie gut ich an jenem Tag mit meinen Aufgaben vorangekommen bin. In der vergangenen Woche fühlte ich mich sehr schlapp und kam dadurch nur schlecht voran. Dementsprechend getrübt war mein Blick auf meine Arbeiten.

Abschließend…

Die vergangenen Wochen waren, wie man sich denken kann, nicht leicht bei all der vielen Arbeit. Doch, wie ich zuvor sagte, besteht noch Hoffnung, die Kontrolle über die Aufgaben wieder zurückzuerlangen. Meine Liste der dringend zu erledigenden Dinge wird kürzer. Die Beine hochlegen kann ich aber trotzdem nicht. Ob und wie gut ich wieder Herr der Lage werde, das wird sich je nachdem entscheiden, wie gut ich stetig weiterarbeite. Ich hoffe nur, dass ich bald mal wieder ein Wochenende haben werde, an welchem ich nicht täglich etwas für die Schule tun muss, um nicht völlig im Chaos zu versinken. Vielleicht ja das Nächste…?